NVA-Abkürzungen sowie div. DDR-Kürzel A AA Artillerieabteilung AaG Abgasanalysegerät AAR Artillerieausbildungsregiment Aas Ablaufabschnitt AB Aufklärungsbataillon ABChA Ausbildungsbataillon chemische Abwehr ABF Arbeiter- und Bauern-Fakultät (Verbunden mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und dem Abitur an der ABF wird man Offiziersschüler) ABI Arbeiter- und Bauerninspektion (Am 15. Mai 1963 geschaffen) Abttr Artilleriebatterie Abr Artilleriebrigade ABV Abschnittsbevollmächtigter der Deutschen Volkspolizei a.D. außer Dienst AdK Akademie der Künste AdL Akademie der Landwirtschaftswissenschaften ADMV Allgemeiner Deutscher Motorsportverband der DDR (Am 1. Oktober 1958 gegründet) ADN Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst (Nachrichtenagentur der DDR, im Oktober 1946 gegründet) ADW (auch AdW) Akademie der Wissenschaften der DDR AeO Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Offiziere (Am 11. Januar 1958 von ehem. Offizieren des Nationalkomitees Freies Deutschland, kurz NKFD, gegründet. Sitz in der Hauptstadt der DDR. Ursprung: Bund Deutscher Offiziere, der sich am 11./12. September 1943 in Lunowo bei Moskau aus gefangenen deutschen Wehrmachtsoffizieren gründet. Die Auflösung erfolgt am 2. November 1945. Mehrere dieser Offiziere stellen ab 1958 die Kasernierte Volkspolizei auf) AF Auffüllung AfG Akademie für Gesellschaftswissenschaften AFL AEROFLOT (Staatlicher Luftverkehrsbetrieb der UdSSR. Größtes Luftfahrtunternehmen der Welt. Ursprung Anfang der 20-er Jahre. Der Name AEROFLOT entsteht am 25. März 1932) AG Aufklärungsgruppe AG Anlassgerätewagen (AG-2, Spezialwagen zum Anlassen von Flugzeugtriebwerken) AGB Arbeitsgesetzbuch der DDR Agit. Agitation AgL Ausgangslage AgR Ausgangsraum AgRLL Ausgangsraum für die Luftlandung AgSt Ausgangsstellung AGÜ Abteilungsgefechtsübung AHU Außenhandelsunternehmen AK Armeekorrespondent Akl Aufklärung AklA Aufklärungsabteilung AklZ Aufklärungszug AktAs Aktivierter Abschnitt AktR Aktivierter Raum AKW Amt für Kontrolle des Warenverkehrs AL Ablauflinie AllgRes Allgemeine Reserve AM Armeemuseum (Ursprünglich „Deutsches Armeemuseum“ in Potsdam, eröffnet am 28. Februar 1961. Seit 1972 „Armeemuseum Potsdam, 15 Potsdam, Neuer Garten, Telefon 2 27 54“. Untergebracht im Marmorpalais des Neuen Gartens. Beherbergt Exponate der deutschen Militärgeschichte vom Großen Deutschen Bauernkrieg bis zur Gegenwart. Seit 1972 in Dresden ansässig, „Armeemuseum Dresden“: Eröffnet am 24. März 1972, Adresse: „Armeemuseum Dresden, 806 Dresden, Dr.-Kurt-Fischer-Platz 3, Telefon 5 20 71“,) AMBl Anordnungs- und Mitteilungsblatt Antifa Antifaschismus An Antonow (Typenbezeichnung für Flugzeuge des sowj. Konstrukteurs Oleg Konstantinowitsch Antonow. Geboren am 7. November 1906 in Troizi bei Moskau. Bekannt sind insbesondere der Doppeldecker An-2 [„Anna“] aus dem Jahre 1947, ferner die An-26 von 1968. Beide Flugzeuge sind u.a. als Abzetzflugzeuge bekannt ) AP Anlaufpunkt API Aktuelle politische Information (Kurze Polit.-Schulung anhand aktueller Nachrichten) APW Akademie der Pädagogischen Wissenschaften AR Artillerieregiment AR Armeerundschau (Soldatenmagazin. Herausgeber Deutscher Militärverlag, später Militärverlag der DDR. Erscheint im März 1952 erstmals unter dem Titel „Der Kämpfer - Organ der Kasernierten Volkspolizei“. Im November 1956 kommt das erste Heft heraus: 48 Seiten stark, Format 30,3x22,5. Der Leitartikel stammt von Verteidigungsminister Willi Stoph) ARIG Auswerte-Rechen- und Informationsgruppe ARIS Auswerte-Rechen- und Informationsstelle ARMTW Ausbildungsregiment Militärtransportwesen Art Artillerie Art. Artikel ARS Abteilung rückwärtige Sicherstellung AsA Abschnitt des Absitzens AsEB Abschnitt der Entfaltung in Bataillonskolonnen ASB Abteilung zur Sicherstellung der Bewegung AsEK Abschnitt der Entfaltung in Kompaniekolonnen AsEZ Abschnitt der Entfaltung in Zugkolonnen AsFe Abschnitt der Feuereröffnung ASG Armee-Sport-Gemeinschaft ASG Aufklärungs- und Suchgruppe ASK Armee-Sport-Klub (Seit 1959, diente insbesondere der Förderung von DDR-Spitzensportlern) ASMW Amt für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung ASO Arbeitsschutzordnung (NVA, vom 17. Januar 1975) ASR Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft AsÜSA Abschnitt des Übergangs zum Sturmangriff ASV Armee-Sport-Vereinigung (Gegründet am 27. März 1953 [MdI und KVP]. Umbenennung am 1. Oktober 1956 in „Armee-Sportvereinigung Vorwärts“) ASV Armee-Sportvereinigung Vorwärts (Umbenennung am 1. Oktober 1956. Auflösung Januar 1991) ASVO Arbeitsschutzverordnung ASW Anweisung für die sozialistische Wehrerziehung (Inkrafttreten: 2. Januar 1963. Gilt für alle GST-Organisationseinheiten und schafft „die einheitliche Orientierung für die patriotische Erziehung, die vormilitärische und wehrsportliche Ausbildung“. Die bisherige „Organisations- und Ausbildungsanweisung wird somit abgelöst. Ab 1969 wird die ASW durch die „Anordnung Nr. 100 über die Aufgaben der GST bei der sozialistischen Wehrerziehung“ abgelöst) AsZT Abschnitt des Zusammentreffens AT Aufklärungstrupp ATA Auftank- und Transportanlagen ATV Allgemeine technische Vorschrift (Z.B. ATV 21/22, 1, Konservieren mit Ölen und Fetten, ATV 16, Brünieren von Schützenwaffen) Auff Auffüllung AVA Allgemeine vormilitärische Ausbildung (Gesellschaft für Sport und Technik, kurz GST) AW Artilleriewaffen AWG Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft AWL Artilleriewerkstatt und -lager AZ Ausbildungszentrum AZF Aufeinanderfolgendes zusammengefasstes Feuer AZKW Amt für Zoll und Kontrolle des Warenverkehrs B B/A Bekleidung/Ausrüstung B/A-Appelle Bekleidungs- und Ausrüstungsappelle BAK Bezirks-Aeroklub (Gründung des Aeroklub der DDR im Mai 1950. Im Juli 1952 erfolgt die Umbenennung in Luftpolizei. 1956 entsteht das Kommando der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung) BaW Bakteriologische Waffen BAZ Bezirksausbildungszentrum (Auch Bezirksausbildungszentren. Für die fliegerische Ausbildung) BB Begleitbatterie B/B Bestrafung/Belobigung BBS Betriebs-Berufsschule BdVP Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei BC Batteriechef BchA Bataillon chemische Abwehr BE Baueinheit Bed Bedienung BefA Befallener Abschnitt BEL Bezirkseinsatzleitung (Notstandsorgan im Bereich der Bezirke der DDR) BeR Bereitstellungsraum Ber. Akl. Bereich Aufklärung Bes Besatzung BFK Bombenfliegerkräfte (Bezeichnung der Kampfflieger) BFEK Bataillon Funkelektronischer Kampf BFRTB Bewegliche FlaRaketentechnische Basis BFZ Bewegliche Zone BG Bezirksgericht BGL Betriebsgewerkschaftsleitung (Betriebliche Organisation des FDGB) BHG Bäuerliche Handelsgenossenschaft BHS Bordhubschrauber BlPz Brückenlegepanzer BiW Biologische Waffen BKP Bezirksplankommission (Nachgeordnetes Fachorgan der Staatl. Planungskommission) BKW Braunkohlewerk BL Bezirksleitung Bln Berlin/er BLWR Bezirkslandwirtschaftsrat BMK Bau- und Montagekombinat BMP (für sowj. BMP-1 [Bojewaja Maschina Pechoty: Gefechtsfahrzeug der Infanterie]. Ferner für „Beeindruckend – Modern – Perfekt“. Geht auf die Ende 60-er/Anfang 70-er Jahre zurück und bezeichnet den Zeitraum der Modernisierung der Landstreitkräfte der NVA) BMS Bataillon materielle Sicherstellung BMSt Bataillonmunitionsstelle BP Beobachtungsposten BP Bereitschaftspolizei BPK Bezirksplankommission BPKK Bezirksparteikontrollkommission BPO Betriebsparteiorganisation der SED BPS Bezirksparteischule BR Bereitschaftsraum BRK Bezirksrevisionskommission BRT Bruttoregistertonne BRTB Bewegliche Raketentechnische Basis BSA Bewegliche Sperrabteilung (Pioniereinheiten, die u.a. mit Minenlegepanzern ausgerüstet sind) BSF Bewegliches Sperrfeuer BSG Betriebssportgemeinschaft BSt Beobachtungsstelle B-Stelle Beobachtungsstelle BT Bezirkstag Btl. Bataillon Bttr Batterie BÜSt Brückenübersetzstelle BV Bezirksvorstand BVG Berliner Verkehrsgesellschaft BVL Bezirksversorgungslager BveSt Bataillonsversorgungsstelle BverSt Bataillonsverpflegungsstelle BVP Bataillonsverbandsplatz BVR Bataillonsverteidigungsraum BWR Bezirkswirtschaftsrat BZ Berliner Zeitung (Hauptstadt der DDR) BZV VEB Buch- und Zeitschriftenvertrieb C CAkl Chef Aufklärung CHNS Chemischer Nachweissatz (Dient dem Feststellen von chemischen Kampfstoffen im Gelände, auf Gegenständen und in der Luft. Mit ihm können folgende Kampfstoffe nachgewiesen werden: Blausäure, Phosgen, Yperit, Soman, Sarin und V-Kampfstoffe. S.a. CNS) ChPiGL Chemisches und Pioniergerätelager ChSst Chemische Sicherstellung ChÜ Chemischer Überfall ChW Chemische Waffen ChWL Chemische Werkstatt und Lager CNS Chemischer Nachweissatz (Zur Anzeige und Bestimmung von chemischen Kampfstoffen. Wird in der FDA-Tasche mitgeführt. S.a. CHNS) CSR Tschechoslowakische Republik (Ceskoslovenska Republika) CSSR Tschechoslowakische Sozialistische Republik (Ab 11. Juli 1960) D DA Detonationsart DaB Dienst an Bord DAK Deutsche Akademie der Künste Das Durchbruchsabschnitt DBP Demokratische Bauernpartei DDR Deutsche Demokratische Republik (Am 7. Oktober 1949 als zweiter deutscher Staat gegründet. Der Gründungstag wird alljährlich als „Tag der Republik“ gefeiert. Die Aufnahme als Mitglied der UNO erfolgt am 18. September 1973. Noch im selben Jahr stellt die DDR zu 100 Staaten diplomatische Beziehungen her) DEFA Deutsche Film AG (15. Oktober 1946: Uraufführung des ersten DEFA-Films, „Die Mörder sind unter uns“, in Berlin. Später Deutsche Filmgesellschaft mbH) DeTAB Detonometrie- und Aufklärungsbataillon DF Dauerfeuer DF Doppelfernrohr (Z.B. DF 7x40. Beobachtungshilfsmittel, zur Beobachtung des Gefechtsfeldes sowie zum Aufsuchen und Ansprechen von Zielen und Orientierungspunkten. S.a. EDF) DF der DDR Deutscher Friedensrat der DDR DFD Demokratischer Frauenbund Deutschlands (Gründungskongress vom 7. - 9. März 1947) DFE Datenfernübertragungsanlage (Ab Herbst 1970 erhalten alle NVA-Kommandos den Elektronenrechenautomaten Robotron 100, das Ministerium für Nationale Verteidigung die Datenfernübertragungsanlage 550 [DFE 550]. Die elektronische Datenverarbeitung [EDV] ist Lehrfach an der Militärakademie „Friedrich Engels“ sowie an den Offiziershochschulen) DFF Deutscher Fernsehfunk (DDR-Fernsehen mit Sitz in Berlin-Adlershof. Erstmals 1956 ausgestahlt. Das Zweite Programm sendet seit dem 7. Oktober 1969. Am 15. Dezember 1990 übernimmt die ARD den DFF. Nach 39 Jahren wird der DFF - Artikel 36 „Abwicklung der DDR-Medien für Kommunikation im Bereich Hörfunk und Fernsehen“ - abgewickelt. Die letzte Sendung findet am 21. Dezember 1991 statt. Der Mitteldeutsche Rundfunk übernimmt die Sendefrequenzen am 1. Januar 1992) DGH Dorfgemeinschaftshaus DGP Deutsche Grenzpolizei (Seit 16. Mai 1952, davor Grenzpolizei. Dem MfS unterstellt. Am 1. März 1957 Bildung des Kommandos der DGP in Pätz/Kreis Königs Wusterhausen) DHE Diensthabende Einheit DHS Diensthabendes System (Ständiges Bereitschaftssystem der Luftverteidigung der Mitgliedsstaaten des Warschauer Vertrages. Die DDR ist seit 1962 daran beteiligt) DifM Deutsches Institut für Militärgeschichte (Am 1. März 1958 als Institut für Deutsche Militärgeschichte gegründet. Die Umbenennung erfolgt 1966) DIZ Deutsches Institut für Zeitgeschichte, Berlin DJ Dienstjahr (Auch Dj) DK Dieselkraftstoff DLH Deutsche Lufthansa der DDR (Luftverkehrsbetrieb der DDR. Als VEB im Mai 1954 gegründet. 1955 Übernahme des Flughafen Berlin-Schönefeld und Aufnahme des Flugbetriebes mit sowjetischen Verkehrsflugzeugen vom Typ Iljuschin Il-14. 1. September 1963: Einstellung des Flugbetriebes und Übernahme durch INTERFLUG) DLK Dienstleistungskombinat d. R. der Reserve DM Dieselmotor DMV Deutscher Militärverlag (Gegründet am 25. Mai 1952 als „Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung“. Mit Wirkung vom 31. Dezember 1960 aufgelöst. Seit Januar 1961 „Deutscher Militärverlag“, kurz DMV. Seit 1. Juni 1973 Umbenennung in „Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik“, kurz MV der DDR) DP Deutsche Post DRK Deutsches Rotes Kreuz (Das DRK der DDR wird am 23. Oktober 1952 gegründet. Sitz ist Dresden) DOSAAF Freiwillige Gesellschaft zur Unterstützung der Armee, der Flotte und des Flugwesens (1961 in der Sowjetunion gegründet. Nach dem Vorbild der DOSAAF entsteht die GST der DDR) DS Detonationsstärke DSF Gesellschaft für „Deutsch-Sowjetische Freundschaft“ (Die Woche der DSF findet alljährlich vom 4. bis 10. Mai statt) DSS Deutscher Soldatensender 935 (Erstmals 1960 auf Sendung. Standort Burg/Magdeburg. Redaktion in Berlin) DTSB Deutscher Turn- und Sportbund (Am 28. April 1957 als Nachfolger des Deutschen Sportausschusses gegründet) DT Deutschlandtreffen der Jugend (1. DT vom 27. bis 30. Mai 1950 in Berlin) DT 64 Deutschlandtreffen der Jugend Pfingsten 1964 (Rundfunksender, der während des Deutschlandtreffens - vom 16. bis 18. Mai 1964 - der FDJ in der Hauptstadt der DDR entsteht. Per „Einigungsvertrag“ zwischen BRD und DDR - Artikel 36: „Abwicklung der DDR-Medien für Kommunikation im Bereich Hörfunk und Fernsehen“ - wird auch die Abschaltung von DT64 besiegelt. Seit dem 1. Mai 1993 heißt das einstige Jugendradio „Sputnik“) DV Dienstvorschrift DvdI Deutsche Verwaltung des Innern DvE Durchsicht vor dem Einsatz (Waffenkontrolle zur Verhütung von Hemmungen) DVP Deutsche Volkspolizei (Auch VP, Vopo. Gilt vom 1. Juni 1945 bis 18. Januar 1956 für sämtliche waffentragende Verbände: KVP, Deutsche Grenzpolizei, Bereitschaftspolizei, Transportpolizei) DwE Durchsicht während des Einsatzes (Waffenkontrolle zur Verhütung von Hemmungen) E E Erddetonation EEA 64 Entgiftungs- und Entaktivierungsanlage (Im Fahrzeug mitgeführte Anlage. Wird bei Bedarf am Auspuff angebracht, da die Auspuffgase als Treibmittel zum Versprühen der Entgiftungsflüssigkeit dienen) EaFl Entaktivierungsflüssigkeit EaM Entaktivierungsmittel Eas Einführungsabschnitt EB Eiserner Bestand EB Einsatzbereitschaft Ebf Entladebahnhof EDF Einheitsdoppelfernrohr (EDF 7x40. Dient dem Beobachten des Gefechtsfeldes am Tage und in der Dämmerung. S.a. DF) EFAs Entfaltungsabschnitt EF Einzelfeuer Efl Entgiftungsflüssigkeit EG Einsatzgruppe EG Erhöhte Gefechtsbereitschaft EGmbH Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht EOS Erweiterte Oberschule EH Erholungsheim EH Erich Honecker EK Entlassungskandidat EKO Eisenhüttenkombinat Ost (Eisenhüttenstadt) EL Einsatzleitung EOS Erweiterte Oberschule (Ermöglicht den Schulbesuch nach der 10. Klasse) EpiAR Eisenbahnpionierausbildungsregiment E-Portion Eiserne Portion (Notverpflegung, kommt bei Ausfall der Verpflegungsversorgung zur Anwendung. Untergebracht im Sturmgepäck, Teil 1. S.a. K-Portion) ESP Einführung in die sozialistische Produktion (Schulfach) Est Entladestelle ETKdtr Eisenbahntransportkommandantur ETL Einstromturbinenluftstrahltriebwerk EÜSt Eisübersetzstelle EVW Erdölverarbeitungswerk (Schwert/Oder) EVP Einheitsverkaufspreis EWE Erich-Weinert-Ensemble (Am 15. Juli 1950 als „Ensemble der Volkspolizei Erich Weinert“ gegründet. Zwischenzeitlich wird auch die Bezeichnung „Ensemble der Kasernierten Volkspolizei“ geführt. Am 1. März 1961 erfolgt die Umbenennung in „Erich-Weinert-Ensemble der NVA“) F FA folgende Aufgabe FAJA oder FAJAS VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Suhl (S. a. unter IFA und VEB) FAG Fernaufklärungsgruppe FAG Fliegerausbildungsgeschwader FAR Flak-Ausbildungsregiment Fas Feuerabschnitt FAZ Fernaufklärungszug Fbe Feuerbereitschaft FDA Felddienstanzug (S. a. FDU) FDJ Freie Deutsche Jugend (Am 7. März 1946 als Jugendorganisation der DDR in Berlin gegründet. Eintritt ab dem 14.Lebensjahr. Die Aufnahme in den Weltbund der Demokratischen Jugend [WBDJ] erfolgt am 21. August 1948. 26. Juni 1951: Verbot der FDJ in der BRD) FDGB Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (Gründung auf dem 1. Kongress vom 9. bis 11. Februar 1946) FDU Felddienstuniform (S. a. FDA) FeKoZ Funkelektronische Kontrollzentrale FJB Fallschirmjägerbataillon FJG Fallschirmjägergruppe FJK Fallschirmjägerkompanie FJR Fallschirmjägerregiment FJT Fallschirmjägertornister FJZ Fallschirmjägerzug FL Feuerlinie Fla Fiegerabwehr FlaBttr Flakbatterie Fla-LSF Fliegerabwehr-Selbstfahrlafette Fla-MG Fliegerabwehrmaschinengewehr Fla-SFL-Bttr Fliegerabwehr-Selbstfahrlafetten-Batterie Fla-Waffen Fliegerabwehr-Waffen FKS Flugkörper-Schnellboote FLARW FlaRaketenwerkstatt FlaW Flammenwerfer FLO Fliegerleitoffizier FMTFK Front- und Militärtransportfliegerkräfte FO Führungsorgan FoAs Forcierungsabschnitt FP Feldposten FPASt Feldpostenaustauschstelle FPG Fischereiproduktionsgenossenschaft der Hochsee- und Küstenfischer FpiB Flugplatzpionierbataillon FPlK Flugplatzknoten Frau Fla-Rakete FRAU FlaRakentenabteilung FRAG FlaRaketenabteilungsgruppe FRAZ FlaRaketenausbildungszentrum FRBr FlaRaketenbrigade FRK Fla-Raketenkomplex FRR Fla-Raketenregiment FRS Fla-Raketenschütze FRW Flugzeugreparaturwerkstatt FRWL FlaRaketenwerkstatt und -lager FRZ Fla-Raketenzug FSt Feuerstellung FT Funktelegrafie FTB Fliegertechnisches Bataillon FTL Fliegertechnisches Lager FTT Funktechnische Truppen (Luftraumüberwachung) FTV Formation der Territorialverteidigung (Streitkräfte der Territorialverteidigung. Hierzu zählen die Stäbe der NVA, die VP-Bereitschaften, die Kompanien der Transportpolizei, die mot. Kampfgruppenbataillone der Bezirksreserve, die allgemeinen Kampfgruppenhundertschaften, die Kreisdienststellen des Staatssicherheitsdienstes sowie die Zivilverteidigung) FU Feuerunterstützung Fu Funker FuAZ Funkaufklärungszentrale FüBttr Führungsbatterie FuFuTAB Funk- und funktechnisches Aufklärungsbataillon FuMA Funkmessanlage FuMB Funkmessbeobachtungsgerät FuMV Funkmessvisier (Kombination von Funkmessgerät und einem elektronischen Rechengerät) FuMW Funkmesswerkstatt FuN Funknetz FuPS Funkpeilstelle FuR Funkrichtung FuSt Funkstelle FuSZ Funksendezentrale FuTA Funktechnische Abteilung FuTAK Funktechnische Ausbildungskompanie FuTB Funktechnisches Bataillon Fu Tgw Funktechnische Gegenwirkung (Maßnahme zur funktechnischen Störung des Gegners mit Störsendern) FuTK Funktechnische Kompanie FuTT Funktechnische Truppen FuTSK Funktechnische Störkompanie FuVerb Funkverbindung FÜ Feuerüberfall FüP Führungspunkt FüSt Führungsstelle FÜSt Fährenübersetzstelle FÜZ Führungszug FV Feuervorbereitung FW Feldwache FW Feuerwalze FWA Feldwachabteilung FWE Feldwacheinheit FWP Feldwachposten FZ Feuerzug G GA Gefechtsaufgabe GA Gefechtsabschnitt GA Gefechtsausbildung GAI-O Gerät zur automatischen Injektion GAO Gefechtsanordnung GAT Gefechtsaufklärungstrupp GBl. Gesetzblatt GBr Grenzbrigade GD Gefechtsdienst GdA Gesetzbuch der Arbeit (Für den Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutz in der NVA) GdK Gehilfe des Kapitäns GE Getreideeinheiten GES Gruppenentgiftungssatz GeWA Geschosswerferabteilung GF Gruppenführer GES 10 Großer Entgiftungssatz (Entgiftungssatz, mit dem Fahrzeuge, technische Kampfmittel, Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände entaktiviert bzw. entgiftet werden) GKN Grenzkompanie Nord GKS Grenzkompanie Süd GKM Grenzkompanie Mitte Grepo Grenzpolizei (Am 28. November 1946 auf Anordnung der Sowjetischen Militäradministration [SMAD] aufgestellt, zunächst nur zur Unterstützung der sowjetischen Truppen. Gegründet am 1. Dezember 1946. Dem MdI unterstellt. Am 16. Mai in DGP umbenannt. Mit dem 15. September 1961 erfolgt die Umbenennung in GT der DDR. Der 1. Dezember ist der „Tag der Grenztruppen“) GO Gefechtsordnung GP Grenzposten GPG Gärtnerische Produktionsgenossenschaft GS Gefechtsstation GS Gefechtsstand (Leitung und Führung der Gefechtshandlungen der unterstellten Einheiten, Truppenteile und Verbände) GSt Gruppenstellung GST Gesellschaft für Sport und Technik (Sozialistische Wehrorganisation. Gegründet am 7. August 1952 [veröffentlicht im Gesetzblatt der DDR Nr. 108 vom 14. August 1952, Seite 712–713]. Es gibt hier: Schieß- und Geländesport, Segel- und Motorsport, Fallschirmspringen, Seesport, Navigation zu Land und zur See, Fernmeldewesen, Tauchen [hier auch als »Grillen-Saufen-Tauchen« bezeichnet], Funk- und Fernsprechausbildung. Die Sektion Fallschirmsport gibt es seit 1956. Ausbilder sind neben aktiven Soldaten auch Reservisten) GSSD Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (Bezeichnung seit 1971 für die in der DDR seit Mai 1945 stationierten sowjetischen Streitkräfte) GSTD Gruppe der sowjetischen Truppen in Deutschland (Bezeichnung seit 1955 für die in der DDR seit Mai 1945 stationierten sowjetischen Truppen) GSV Geheime Verschlusssache GT der DDR Grenztruppen der DDR (Am 15. September 1961 durch die Eingliederung der Deutschen Grenzpolizei gebildet [Befehl 1/61]. Dem Min. f. Nat. Verteidigung unterstellt. Der Grenzdienst wird am 1. Juli 1990 eingestellt. Einen Tag darauf stellt auch der Bundesgrenzschutz seine Tätigkeit an der Staatsgrenze zur DDR ein. Am 1. August 1990 erfolgt die letztmalige Umbenennung der GT in Grenzschutz. Dieser ist dem MdI unterstellt) GTu Gasturbine GTÜ Gemeinsame Truppenübung GUvD Gehilfe des UvD (Untersteht dem UvD der Kompanie und vertritt ihn bei Abwesenheit) GVP Gefechtsvorposten GeWA Geschosswerferabteilung GeWAA Geschosswerferausbildungsabteilung GW Granatwerfer GWBttr Granatwerferbatterie GWW Gesellschaftswissenschaftliche Weiterbildung GWZ Granatwerferzug GZ Gefechtszug H HaA hydroakustische Anlage HaFB hydroakustische Funkboje HAG Hubschrauberausbildungsgeschwader HaK hydroakustischer Komplex HAK Hauptabteilung Kampfgruppen (Zentrale Befehlsstelle der Kampfgruppen im Ministerium des Innern) HaM hydroakustische Mittel HbP Holzbearbeitungspunkt HBS Hauptbefehlsstand HBttr Haubitzbatterie HdA Haus der Nationalen Volksarmee HDVP Hauptverwaltung der Deutschen Volkspolizei Hfw. Hauptfeldwebel (Ugs. auch Hauptfeld) HGL Hausgemeinschaftsleitung HH Hinterhalt HI Hauptinstandsetzung HK Hauptkräfte HlazZ Hilfslazarettzug HMT VEB Hoch-, Montage- und Tiefbau HO Handelsorganisation (Staatlich, auch HO-Kaufhaus, HO-Gaststätte) HP Horchposten HptNZ Hauptnachrichtenzentrale Hptst. Hauptstadt H-R-B Hafen- und Reedeschutzboote Hs Hubschrauber HSSG Hubschrauber-Such-Schlaggruppe HsLP Hubschrauberlandeplatz HVA Hauptverwaltung Ausbildung HVA Hauptverwaltung Aufklärung HVA im MfS Hauptverwaltung Aufklärung im Ministerium für Staatssicherheit HVS Hauptverwaltung Seepolizei (Gebildet am 15 Juni 1950. MdI. Leiter wird Generalinspekteur der VP, Waldemar Verner) I IAB Instandsetzungsausbildungsbataillon IB Instandsetzungsbataillon IB Interbrigadist (Bezeichnung für Teilnehmer am Spanischen Bürgerkrieg. Auf Beschluss der Kommunistischen Internationale am 26. Juli 1936 in Prag kommen 5000 Arbeiter [Internationale Brigaden] aus allen Ländern der Welt der Volksfront zu Hilfe. Namen wie Thälmann, Baimler, André usw. sind in der DDR und in der NVA Bestandteil der Traditionspflege. Der 18. Juli 1936, der Beginn des spanischen Freiheitskampfes, ist in der DDR der „Tag der Interbrigadisten“) Ibas Instandsetzungsbasis IBas Tanl Instandsetzungsbasis für Tankanlagen IBB Ingenieurbaubataillon IBR Ingenieurbauregiment Ibr Instandsetzungsbrigade IBTAB Ingenieurbautechnische und Ausbildungsbasis IF INTERFLUG - Gesellschaft für internationalen Flugverkehr mbH (Staatliches Luftfahrtunternehmen der DDR. Sitz in Berlin, Flughafen Berlin-Schönefeld. Am 10. September 1958 als Bedarfs-Luftverkehrsgesellschaft gegründet. Am 1. September 1963 Übernahme der ehemaligen Deutschen Lufthansa der DDR. S. a. DLH) IFA Industrieverband Fahrzeugbau der DDR (Bsp.: „VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Ernst Thälmann, Suhl - IFA-Kombinat für Zweiradfahrzeuge“. S.a. FAJA und VEB) IfFA Institut für Fremdsprachenausbildung IfLM Institut für Luftfahrtmedizin Il Iljuschin (Typenbezeichnung für Flugzeuge des sowj. Konstrukteurs Sergej Wladimirowitsch Iljuschin. Geboren am 18. [30.] März 1894 in Diljalewo, gestorben am 10. Februar 1977 in Moskau. Konstruiert 1939 das bekannte Erdkampflugzeug Il-2. Nach dem Krieg folgt z.B. das Turboprop-Verkehrsflugzeug Il-18 sowie das Langstreckenflugzeug Il-62) IM Infanterieminen IMAT Institut Automatisierung der Truppenführung IMF Infanterieminenfeld IML Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED Imp. Imperialismus (Höchstes und letztes Stadium des Kap.) ISB Institut für Spezialbauten IVB Instandhaltungs- und Versorgungsbasis J Jak Jakowlew (Typenbezeichnung für Flugzeuge des sowj. Konstrukteurs Alexander Sergejewitsch Jakowlew. Geboren am 19. [1. April] März 1906) JBG Jagdbombenfliegergeschwader (Waffengattung der Luftstreitkräfte. Zur Bekämpfung kleiner und beweglicher oder plötzlich auftauchender Erd- und Seeziele. Ferner, um Luftangriffe abzuwehren oder Luftaufklärungsaufgaben zu erfüllen) JFK Jagdfliegerkräfte (Luftstreitkräfte/Luftverteidigung. Zur Abwehr von unbemannten Flugkörpern und feindlichen Flugzeugen. Ferner zur Unterstützung der Landstreitkräfte durch Bekämpfung von Erdzielen. Aber auch zur Sicherung eigener Bomben- und Transportflugzeuge sowie von Schiffseinheiten) JG Jagdfliegergeschwader JP Junge Pioniere (Für Schüler der 1. bis 4. Klasse. Seit 13. Dezember 1948. Auch Thälmann-Pioniere genannt. Am 23. August 1952 wird der Pionierorganisation vom ZK der SED der Name „Ernst Thälmann“ verliehen. Vorbild ist u.a. der Kommunistische Jugendverband Deutschland [KJVD] von 1925) JW Junge Welt (Zeitung, Herausgeber: Zentralrat der FDJ. Erscheint erstmals am 12. Februar 1947 als Wochenblatt. Ab 12. November 1947 mit dem Untertitel „Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend“ (Nr. 40). Seit dem 1. März 1952 als sozialistische Tageszeitung) K K Kommandeur K Kampfsatz KA Klassenauftrag KAP Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion Kas Kommandant des Abschnitts Karabiner S Karabiner Simonow (Sowj. Bezeichnung SKS-45, Kaliber 7,62mmx39, Patrone 43. Von der NVA nur kurzzeitig im Truppengebrauch. Lediglich beim Wachregiment weiter geführt) kbl Kabellänge (185,2 Meter) KBS Küstenbeobachtungsstelle (Grenztruppen. Beobachtungsposten im System der Grenzsicherung) KC Kompaniechef KCA Kernstrahlungs- und chemische Aufklärung KC-Aufklärer Kernstrahlungs- und chemischer Aufklärer KCBP Kernstrahlungs- und chemischer Beobachtungsposten KC-Lage Kernstrahlungs- und chemische Lage KchA Kompanie chemische Abwehr KD Kontrolldurchsicht KD Kommandantendienst (Militärpolizei, zuständig in allen Militärbezirken. Der KD stellt auch die Regulierer) KdAW Komitee der antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR (Ursprünglich als Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, kurz VVN, im Februar 1947 gegründet. Die Umbenennung erfolgt 1953) Kdl. Kontrolldurchlass (Eingang zur Kaserne) Kdo Kommando KDT (auch KdT) Kammer der Technik KEBf Kommandant des Entladebahnhofs KEL Kreiseinsatzleistung KESt Kommandant der Entladestelle Kfz Kraftfahrzeug KfzGL Kfz-Gerätelager KfzIB Kfz-Instandsetzungsbataillon KfzIW Kfz-Instandsetzungswerkstatt KfzK Kfz-Kompanie KfzR Kfz-Regiment KfzRL Kfz-Reservelager KfzTK Kfz-Transportkompanie Kfz-TZ Kfz-Transportzug KfzW Kfz-Werkstatt KHs Kampfhubschrauber KG Kampfgruppen der Arbeiterklasse (Aufstellung im Herbst 1952 unter der Bezeichnung „SED-Betriebskampfgruppen“. Auf der 15. Tagung des ZK der SED – vom 24. bis 26. Juli 1953 – wird u.a. die Schaffung der Kampfgruppen in den VEB, VEG, MTG und staatlichen Verwaltungen beschlossen. 23. Mai 1990: Beendigung und Tätigkeit der Kampfgruppen. Am 30. Juni erfolgt die endgültige Auflösung) KG-B/mot. Kampfgruppenbataillone der Bezirksreserve KHG Kampfhubschraubergeschwader KHS Kampfhubschrauber KI Kraftfahrzeug-Inspektion (Kommando zur Kontrolle von Militärfahrzeugen) KIM Kombinat für industrielle Massenhaltung (Geflügel, Fleisch und Eierproduktion) KJP Kanonenjagdpanzer KJS Kinder- und Jugendsportoberschule KJVD Kommunistischer Jugendverband Deutschlands KK Kleinkaliber (Mit KK-Gewehren im Kaliber lfB/.22 l.r. werden seit 1960, vom 1. bis zum 8. Juli, im Rahmen der „Woche der Jugend und des Sports“ von der FDJ und der GST Schießwettbewerbe durchgeführt. Zur vormilitärischen Grundausbildung der GST gehören auch militärische Mehrkämpfe, die mit der KK MPi 69 durchgeführt werden. Hierzu zählen neben dem Schießen das gefechtsmäßige Verhalten im Gelände sowie das Exerzieren) KKW Kernkraftwerk KL Komplexlager KM Kernmine KM Kalaschnikow modernisiert (DDR-Bezeichnung. Die MPi KM ist identisch mit der KMS-72, verfügt jedoch über einen Plastekolben. Im Gegensatz zum sowj. Vorbild, dem AKM/AKMS, ist der Plastekolben der DDR-Fertigung gegen die seitlich klappbare Metallstütze jederzeit austauschbar) KmS Kalaschnikow mit Stütze (Bezeichnung für erste in der DDR hergestellte MPi Kalaschnikow) KmS Kompanie materielle Sicherstellung KMS Kommandant der Marschstraße KMS-72 Kalaschnikow modernisiert mit Stütze (Im Gegensatz zum sowj. Modell verfügt die in der DDR hergestellte Ausführung über eine seitlich klappbare Stütze) KMU Karl-Marx-Universität Leipzig Kn Knoten (Seemeile je Stunde) Kom. ASV Kommitee der ASV Komplekt P-1 Komplekt für Panzerbesatzungen (Bestandteil der Truppenvorräte) Kp. Kapitalismus K-Portion Konzentratportion (Individuell abgepackte Tagesverpflegung des Armeeangehörigen. S.a. E-Portion) KPD Kommunistische Partei Deutschlands (Gründung am 31. Dezember 1918. 17. August 1956: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verbietet die KPD in der BRD) KPdSU (B) Kommunistische Partei der Sowjetunion (Bolschewiki) (Später ohne den Zusatz Bolschewiki) KPP Kontrollpassierposten KPK Kreisplankommission KPKK Kreisparteikontrollkommission KpTr Kompanietrupp KR Konzentrierungsraum KRA Küstenraketenabteilung KRR Küstenraketenregiment KRÜ Konzentrierungsraum für Übersetzmittel KS Kampfsatz KSA Kreissportausschuss KsanP Kompaniesanitätsposten KSK Kampfschwimmerkommando KSP Kompaniestützpunkt KSS Küstenschutzschiff KSÜ Kommandostabsübung KSZ Kultur- und Sportzentrum Kt Kilotonne KTE Koeffizient der technischen Einsatzbereitschaft KTS-Boot Kleines Torpedoboot KTW Komitee für Touristik und Wandern (Am 22. November 1956 gegründet) KTW Kolbentriebwerk KuSt Kurierstelle KÜ Kommandant der Übersetzstelle KVBf Kommandant des Entladebahnhofs KVM Kommando der Volksmarine KVP Kasernierte Volkspolizei (Am 3. Juli 1948 aufgestellt) KVR Küstenverteidigungsregiment KVSt Kommandant der Verladestelle KW Kernwaffen KWD Kernwaffendetonation KWEM Kernwaffeneinsatzmittel KWV Kommunale Wohnungsverwaltung L Lab. Labor LaSK Landstreitkräfte LASt Lastenabwurfstelle Laz Lazarett LazZ Lazarettzug LBP Luftraumbeobachtungsposten LBR Leitungsbauregiment LDPD Liberaldemokratische Partei Deutschlands Lehrg. HSR Lehrgang Hochschulreifeausbildung LEK Linie der Entfaltung in die Kompaniekolonne LEZ Linie der Entfaltung in die Zugkolonne LF Landungsfahrzeug LFE Linie der Feuereröffnung LFRT Lager für Fla-Raketentechnik LI Laufende Instandsetzung Lkw Lastkraftwagen LMG leichtes Maschinengewehr lMG D leichtes Maschinengewehr Degtjarow (Sowj. RPD, Konstrukteur W.A. Degtjarow) lMG K leichtes Maschinengewehr Kalaschnikow (Konstrukteur Michail Timofejewitsch Kalaschnikow) lMG K-500 leichtes Maschinengewehr K-500 (Nicht mehr eingeführtes MG aus DDR-Produktion auf Basis des sowj. RPK74) LN Landwirtschaftliche Nutzfläche LNZ Leiter der Nachrichtenzentrale LOG Laserortungsgerät LP Leuchtpistole (Modell LP 1 und LP 2. Zum Verschießen von Signalpatronen) LPAG Leichtes Panzerabwehrgerät (Bezeichnung auch Panzerbüchse. Hier z.B. RPG-2, RPG-7) LPG Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft LPPK Landesparteikontrollkommission LRD Lager Rückwärtige Dienste LS-Boote Landungsboote LS Luftschutz (Seit April 1956. Am 11. Februar 1958 wird das Luftschutzgesetzt verabschiedet. Seit 17. September 1970 in die Zivilverteidigung integriert) LSA Linie des Sturmangriffs LSK Luftstreitkräfte LSK/LV Luftstreitkräfte/Luftverteidigung LStB Luftsturmbataillon LStG Luftsturmgruppe LStK Luftsturmkompanie Lsp. Leuchtspur (Patrone 7,62mmx39 M43/Kalaschnikow. Farbkennzeichnung der Geschossspitze: Lsp. - grün, Br./Brand - rot, Pz.-Br./Panzer/Brand - schwarz-rot. Üb/Übung - Plastkerngeschoss) LStR Luftsturmregiment LStZ Luftsturmzug LTS Leichtes Torpedoschnellboot LV Luftverteidigung LVD Luftverteidigungsdivision LVO Lieferverordnung (Regelt sämtliche Lieferungen der Rüstungsindustrie an die NVA) LVZ Leipziger Volkszeitung (Gegr. 1894) LW Laufende Wartung (Waffenkontrolle zur Verhütung von Hemmungen usw. Mindestens 1-mal im Monat, oder 14-tägig, nach dem Schießen) M MA Militärarchiv der DDR (Vormals „Deutsches Militärarchiv“, seit 15. Juli 1964. Sitz Potsdam. Seit 1972 „Militärarchiv der DDR“. Es hat die Aufgabe, Archivgut der NVA und der Grenztruppen der DDR sowie der militärischen Kommandobehörden und Formationen des Deutschen Reiches und der deutschen Territorialstaaten aufzubewahren und für die Auswertung zu erschließen) MAB Militärische Abnahmebedingungen (Normen, nach denen Rüstungslieferungen abgenommen werden) MAFE Militärakademie „Friedrich Engels“ (Offiziersschule der NVA in Dresden, höchste militärische Bildungsstätte der DDR. Seit 5. Januar 1959. Ab 1. Dezember 1962 Status als Hochschule. Am 1. Januar 1963 Bildung der Fakultät »Seestreitkräfte«. Nunmehr erhalten Offiziere aller Teilstreitkräfte der NVA und der Grenztruppen der DDR eine akademische Qualifikation) MAK Militärakademie (Sitz in Dresden. Ursprünglich als Hochschule für Offiziere am 1. Januar 1959 gegründet. Die Umbenennung in Militärakademie erfolgt am 5. Januar 1959) MaL Materiallager MaSst Materielle Sicherstellung MAT Mechanisierung und Automatisierung der Truppenführung (Teilbereich der Neuerer-Bewegung) MAW Minenabwehr MB Militärbezirk MBD Militärischer Bilderdienst (Seit 1957. Eine Unterabteilung des Militärischen Pressedienstes) MD Medizinischer Dienst (Sanitätsdienst in den bewaffneten Organen) MdI Ministerium des Innern (Seit 18. Januar 1956) MDR Mitteldeutscher Rundfunk (1951) mech. mechanisiert medSst medizinische Sicherstellung MedVL Medizinisches Versorgungslager MEGA Marx-Engels-Gesamt-Ausgabe MF Massives Feuer MfAV Ministerium für Abrüstung und Verteidigung MfNV Ministerium für Nationale Verteidigung (Oberste militärische Führungs- und Verwaltungsbehörde mit Sitz in Strausberg/Berlin) MfS Ministerium für Staatssicherheit MFWB Militärforstwirtschaftsbetrieb MG Maschinengewehr MGA Militärische Grundausbildung MGO Militärgerichtsordnung (Vom Staatsrat der DDR am 4. April 1963 erlassen) MGI Militärgeschichtliches Institut der DDR MHO Militärhandelsorganisation MHO-D Militärhandelsorganisation Direktion MHO-BT GH Militärhandelsorganisation Betriebsteil Großhandel MHO-EH Militärhandelsorganisation Einzelhandel MI Mittlere Instandsetzung MiBWU Militärbauwesen und Unterbringung MiG Mikojan Gurejetwitsch (Kurzform für die beiden bekanntesten sowj. Flugzeugkonstrukteure. Artjom Iwanowitsch Mikojan: Geboren am 23. Juli [5. August] 1905, gestorben am 9. Dezember 1970. Michail Jossipowitsch Gurjewitsch: Geboren am 31. Dezember 1892 [12. Januar 1893], gestorben am 25. November 1976. So entsteht 1939/40 die MiG-1. Mit der MiG-9 im Jahre 1946 beginnt auch für die Sowjets der Schritt ins Düsenzeitalter. Doch erst die MiG-15 [1948], die MiG-17, MiG-19, die MiG-21, MiG-23 sowie die MiG-29 machen den Namen MiG weltbekannt) Mil Michail Leontjewitsch (Sowj. Flugzeugkonstrukteur. Geb. am 20. November 1909 in Irkutsk, gestorben am 31. Januar 1970 in Moskau. Konstruierte die bekannten Hubschrauber wie Mi-1 im Jahre 1948/49, und Mi-4 [Serienproduktion 1955), die Turbinenhubschrauber Mi-2 und Mi-8 sowie später - unter seinem Nachfolger M.N. Tischtschenko - den Kampfhubschrauber Mi-24) MIK Mechanisierte Infanteriekompanie MIT Militärtechnisches Institut MIZ Mechanisierter Infanteriezug MK Militärtheoretische Konferenzen MKD VEB Militärkartographischer Dienst MKE Militärische Körperertüchtigung MKF Militärkraftfahrer ML Munitionslager MLG Minenlegegerät MLPz Minenlegepanzer MLR Minenleg- und Räumboot MLR-Schiff Minenleg- und Räumschiff MMA Militärmedizinische Akademie MMM Messe der Meister von Morgen (Ausstellungen, auf denen Verbesserungsvorschläge vorgestellt werden. Im Rahmen der „Neuererbewegung“ zur Einführung neuer Arbeitsmethoden) MMS Militärmedizinische Sektion mot. motorisiert MO Marschordnung MOG Magnetortungsgerät MPD Militärischer Pressedienst (Seit 1. Oktober 1956. Ministerium für Nationale Verteidigung) MPi Maschinenpistole MPi K Maschinenpistole Kalaschnikow mit Kolben (NVA-Bezeichnung für in der DDR gefertigte Kalaschnikow. Ursprung sowj. AK 47, 2. Modell, Stahlgehäuse, Kaliber 7,62x39) MPi KmS Maschinenpistole Kalaschnikow mit Stütze (Erste in der DDR hergestellte Kalaschnikow, Stahlgehäuse, Kaliber 7,62mmx39) MPi KM Maschinenpistole Kalaschnikow modernisiert (Sowj. AKM, Gehäuse aus Blechprägeteilen, Kaliber 7,62mmx39) MPi KMS-72 Maschinenpistole Kalaschnikow modernisiert mit Stütze (Sowj. AKMS, Gehäuse aus Blechprägeteilen, jedoch mit nach seitlich rechts klappbarer Metallstütze - somit nur noch ein Gehäuse, Kaliber 7,62mmx39) MPi AK-74N Automat Kalaschnikow, Mod. 74N (Der Buchstabe „N“ steht für Nachtsichtgerät und bedeutet, dass dieses Modell über eine links am Gehäuse angebrachte Schiene für die Montage eines Nachtsichtgerät verfügt. Alternativ kann ein normales Zielfernrohr angebracht werden) MPi AKS-74N Automat Kalaschnikow mit Stütze, Mod. 74N („N“ für Nachtsichtgerät oder ZF. Stütze wie KMS-72) MPi AKS-74NK Automat Kalaschnikow mit Stütze, Mod. 74NK („N“ für Nachtsichtgerät/„K“ für kurz. Variante der sowt. AKSU) MPHS Militärpolitische Hochschule MPK Militärpolitsches Kabinett (1964 von der FDJ ins Leben gerufen. Soll „das Bewusstsein entwickeln helfen, dass der Dienst in der NVA und die Verteidigung der sozialistischen Heimat Ehrenpflicht eines jeden jungen Bürgers der DDR ist.“) MR Militärrat MS Marschstraße MSAR Mot.-Schützenausbildungsregiment MSB Mot. Schützenbataillon MSD Mot.-Schützendivision (Eine MSD besteht aus dem MSR, dem MSB, der MSK, dem MSZ und der MSGr) MSG Militärstrategisches Gleichgewicht MSGr Mot. Schützengruppe MSK Mot. Schützenkompanie MSP Medizinisches Schutzpäckchen (Genau: MSP K-12A. Steingraue Tasche aus synthetischem Gewebe, in der sich fünf aufschraubbare Plastbehältnisse befinden. Diese enthalten div. Schnellspritzen, z.B. gegen Sehstörungen/Atemnot,Erbrechen, Schmerzen. Getragen wird das MSP in der Regel in der linken Beintasche des FDA) MSR Mot. Schützenregiment MSR-Schiff Minensuch- und -räumschiff MSt Munitionsstelle MstA Militärische Studentenausbildung MSTA Militärstaatsanwalt MSW Muster- und Schneiderwerkstatt MSZ Mot. Schützenzug MTA Mehrtägige Ausbildung MTH Militär-Technische Hefte (Herausgegeben vom MV der DDR, Berlin) MTI Militärtechnisches Institut der DDR (Königs Wusterhausen, gebildet am 1. Dezember 1975. Unterteilt in vier Fachbereiche: Maschinenbau, E-Technik/Elektronik, Chemie und Erprobung) MTPL Messtechnische Prüfstelle und -lager MTS Maschinen-Traktoren-Station (Station zum Ausleihen von landwirtschaftlichen Maschinen. Ursprung ist die MTC [Maschinno-Traktornaja Stanzija]) MTS Militärtechnische Schule (Militärtechnische Schule „Erich Habersaath“. Prora/Rügen) MtS/N Militärtechnische Schule der Nachrichtentruppen Mun Munition MV Militärverlag der DDR (Vormals DMV: Deutscher Militärverlag) MVM Massenvernichtungsmittel MVW Massenvernichtungswaffen MVZ Militärverkehrszeichen MWI Militärwissenschaftliches Institut MZ Militärisches Zeremoniell (Hierzu gehören der Wachaufzug, Paraden, Feldmeetings, das Salutschießen sowie der Große Zapfenstreich. 28. Februar 1981: Am Vorabend des 25. Jahrestages der NVA wird der Große Zapfenstreich am Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus in Berlin, Unter den Linden, erstmals in neuer, zeitlich erweiterter Form durchgeführt) MZ VEB Motorradwerke Zschopau (Fertigt neben zivilen Motorrädern auch Motorräder für die VP, NVA und die Grenztruppen) MZG-64 Mechanisches Zielübungsgerät (Dient zur Überprüfung des Schützen während des Schießens mit der MPi. Hierbei geht es u.a. um den Anschlag, die Wahl des Haltepunktes, die Atemtechnik sowie um die Betätigung des Abzuges. Das MZG-64 kann mit einem Netzanschluss oder mit Batterieanschluss betrieben werden) MZO Mehrzweckobjekt N N Norden NA Nächste Aufgabe NAB Nachrichtenausbildungsbataillon Na.-Kp. Nachrichten-Kompanie NAW Nationales Aufbauwerk NB Nachrichtenbataillon NBr Nachrichtenbrigade NCP Nichtstrukturmäßiger chemischer Posten (In der Regel aus einem Unteroffizier [Postenführer] und zwei Soldaten bestehend. Z.B. zur Feststellung der Kampfstoffart bzw. Dosierung bei Gefechtshandlungen eingesetzt) ND Neues Deutschland -Organ des Zentralkomitees der sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Redaktion und Verlag: Franz-Mehring-Platz 1, PF 400, Berlin 1017) NDPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands NF Nationale Front der DDR (Zusammenfassung sämtlicher Massenorganisationen und Parteien der DDR. Seit 7. Oktober 1949, Gründung des Nationalrates der NF am 3. Februar 1950) NFB Nachrichten- und Flugsicherungsbataillon NFAK Nachrichten- und Flugsicherungsausbildungskompanie NFK Nachrichten- und Flugsicherungskompanie NFWL Nachrichten- und Flugsicherungswerkstatt und -lager NGKCA Nichtstrukturmäßige Gruppe für Kernstrahlungs- und chem. Aufklärung NGL Nachrichtengerätelager NH Nachhut NK Nachrichtenkompanie NK Normalkerze NKFD Nationalkommitee Freies Deutschland (Am 12./13. Juli 1943 in Krasnogorsk bei Moskau gegründet. Auflösung am 2. November 1945. Ein Teil der Offiziere betreute später den Aufbau der KVP) NKM Nachrichtenkräfte und -mittel NO nordostwärts NR Nachrichtenregiment NRT Nettregistertonne NSW Nicht-Sozialistisches Wirtschaftssystem (Kapitalistischen Ausland) NVA Nationale Volksarmee (10. Februar 1956: Mit Befehl Nr. 1/1956 des Min. f. Nat. Verteidigung, Generaloberst Willi Stoph [seit 19. Januar zum Minister für Nationale Verteidigung berufen], werden die Einzelheiten für den Aufbau der künftigen Armee bestimmt. U.a. soll NVA eine Gesamtstärke von 120.000 erreichen. Am 1. März 1956 nehmen das Ministerium für Nationale Verteidigung, die Stäbe der Waffengattungen sowie die der Militärbezirke ihre Tätigkeit auf. Der 1. März wird alljährlich als „Tag der Nationalen Volksarmee“ gefeiert. Seit 1968 wird vom 23. Februar („Tag der Sowjetarmee“, Gründung der Roten Armee im Jahre 1918) bis zum 1. März die NVA die „Woche der Waffenbrüderschaft“ begangen. Am 30. April 1956 wird die erste Truppenfahne an das 1. Regiment der 1. mech. Division in Potsdam verliehen. 14. Juli 1960. Generaloberst Heinz Hoffmann wird zum Minister für Nationale Verteidigung berufen. Am ersten Mai 1965 findet auf dem Marx-Engels-Platz in Berlin erstmals eine Militärparade statt. 21. August 1968: Truppen des Warschauer Vertrages schlagen die Reformbewegung in der Tschechoslowakei nieder. Die beiden NVA-Divisionen [11. MSD/Halle, 7.PD/Dresden] werden dagegen in Bereitstellungsräumen – auf dem Gebiet der DDR – als Reserve gehalten) NVA-LSK/LV Nationale Volksarmee - Luftstreitkräfte/Luftverteidigung NVR Nationaler Verteidigungsrat (Am 10. Februar 1960 auf Beschluss der Volkskammer gebildet. Hat im Verteidigungsfall den Oberbefehl über sämtliche bewaffneten Organe der DDR) NW Nachrichtenwerkstatt NW nordwestlich NWL Nachrichtenwerkstatt und -lager NZ Nachrichtenzentrale O O Osten OAT Offiziersaufklärungstrupp OaZ Offizier auf Zeit ODD Organisation Dienst für Deutschland (1952 gegründet. Ein Jahr später wieder aufgelöst) Offz. Offizier, Offiziere OfL Organisation freiwilliger Luftschutzhelfer OG Operative Gruppe OHS Offiziershochschule (Seit November 1958 haben diese den Status Militärische Fachschulen der NVA und sind somit den zivilen Bildungseinrichtungen der DDR gleichgestellt. Landstreitkräfte: OHS „Ernst Thälmann“, für Mot.-Schützen,Panzer, Fallschirmjäger, Polit-Offiziere, Pioniere, TLA, Rückwärtige Dienste, KFZ und andere. Seit 1963, Standorte in Löbau und Zittau. Luftstreitkräfte/Luftverteidigung: OHS „Franz Mehring“, für Jagdflieger, Jagdbombenflieger, Flieger-Ingenieursdienst, Aufklärungsflieger, Hubschrauberführer, Transportflieger u.a. Schule in Kamenz, seit 8. September 1956. Verleihung des Ehrennames am 1. März 1964. Ferner Schule in Bautzen. Volksmarine: OHS „Karl Liebknecht“. Stralsund, seit 1. Dez. 1956. OHS „Otto Winzer“, Prora/Rügen, im Dezember 1981 eröffnet. Grenztruppen der DDR: OHS „Rosa Luxemburg“, Plauen, seit 2. Dezember 1963. Verleihung des Ehrennamens am 1. März 1964. Seit 1984 in Suhl. Volkspolizei: OHS „Karl Liebknecht“. Berlin-Biesdorf. Bereitschaftspolizei [MdI]: OHS „Arthur Becker“. Schule in Dresden. Ferner OHS „Otto Lilienthal“) OK Oberkommandierender ONZ Objektnachrichtenzentrale OP Orientierungspunkt OpD Operativer Diensthabender (Leiter einer Gefechtsstation einer NVA-Raketenabteilung) ORZ Organisations- und Rechenzentrum OS Offiziersschule OS Offiziersschüler (Offiziersschüler wird, wer 1.] die EOS mit Abschluss Abitur, 2.] eine Berufsausbildung mit Abitur, oder 3.] eine abgeschlossene Berufsausbildung und ein Abitur an der Arbeiter- und Bauern-Fakultät absolviert hat. Unter 3.] kann das Abitur auch in Uniform abgeschlossen werden) OvD Offizier vom Dienst (Diensthabender Offizier) OV Operativer Vorrat OZW Organisation des Zusammenwirkens P PA Produktive Arbeit (Schulfach) Pabw Panzerabwehr PALR Panzerabwehrlenkraketen PALR-Bttr Panzerabwehrlenkraketenbatterie PAR Panzerausbildungsregiment PARes Panzerabwehrreserve PAW Panzerabwehrwaffen PAZ Panzerabwehrzug PAZ Politaufklärungszimmer (Raum zur politischen Schulung in den Kasernen) PB Panzerbataillon PBS VEB Projektierungsbüro Süd PCK VEB Petrochemisches Kombinat (Vormals EVW: Erdölverarbeitungswerk in Schwert/Oder) PD Panzerdivision PdR Palast der Republik (18.11.1974: Richtfest am Palast der Republik am Marx-Engels-Platz. Kundgebung mit den Erbauern des Palastes der Republik, u.a. mit einer Rede von Erich Honecker und dem Richtspruch von Oskar Zimmermann, Obermeister im VEB BMK Industriehochbau. 23. April 1976: Einweihung. Nach 32-monatiger Bauzeit wird der 180 m lange, 85 m breite und 32 m hohe »Palast der Republik« als Haus des Volkes sowie als Sitz der Volkskammer der DDR mit einem Festprogramm eröffnet. Zum Palast gehören eine Galerie mit Werken von 16 namhaften Künstlern der DDR, das Theater im Palast (TiP) sowie zahlreiche Gaststätten und weitere Unterhaltungsmöglichkeiten. Als Höhepunkte der Festveranstaltung zählen die Rede von Bauminister Wolfgang Junker sowie ein Toast von Erich Honecker) PDS Partei des demokratischen Sozialismus (4. Februar 1990: Aus der einstigen SED wird die PDS. Gregor Gisy bleibt weiterhin Vorsitzender) PdW Platz der Wiederaufnahme PF Postenführer (Grenztruppen. Als Postenführer werden Soldaten, Matrosen, Unteroffiziere, Maate und Offiziere eingesetzt) PGB Produktionsgenossenschaft der Binnenfischer PGH Produktionsgenossenschaft Handwerk (Auch Produktionsgenossenschaft des Handwerks) PGL Panzergerätelager PHV Politische Hauptverwaltung PiAB Pionierausbildungsbataillon PiAT Pionier-Aufklärungstrupp PiB Pionierbataillon PiBB Pionierbaubataillon PiBT Pionier-Beobachtungsposten PiIBK Pionierinstandsetzungs- und Bergekompanie PJZ Panzerjägerzug PK Panzerkompanie Pkt Punkt PiLAS Pionier-Lehr- und Auswertestelle PiR Pionierregiment PiRes Pionierreserve Pistole M oder PM Pistole Makarow, Kal. 9 mm Makarow (Sowj. Selbstladepistole. 1958 in die NVA eingeführt. Lizenzfertigung der PM in der DDR von 1959 bis 1965) Pistole TT 33 Pistole Tula-Tokarev, Modell 1933, Kal. 7,62 mm Tokarev (Die TT zählt mit zur Erstausrüstung in der NVA) PiWL Pionierwerkstatt und -lager PJA Panzerjägerabteilung PJAA Panzerjägerausbildungsabteilung PJBttr Panzerjägerbatterie PJZ Panzerjägerzug PKK Parteikontrollkommission PM Panzerminen PMF Panzerminenfeld PoR Pontonregiment PO Parteiorganisation der SED POS Polytechnische Oberschule (Von der 1. bis zur 10. Klasse. 4. September 1978: Einführung des Fachs „Wehrunterricht“ zur Vorbereitung der 15- und 16-Jährigen auf ihre künftigen Aufgaben in der sozialistischen Landesverteidigung) PÖ Politische Ökonomie des Sozialismus/Kapitalismus (Schulfach) PR Panzerregiment PrBr Propagandabrigade PrK Propagandakompanie PSA Persönliche Schutzausrüstung (Bestandteil der Ausrüstung der Volksarmee. Hierzu gehören die Schutzmaske, der Schutzumhang oder Schutzanzug, der Schutzumhang für einmaligen Gebrauch, die Schutzstrümpfe zum Schutzumhang, die Schutzhandschuhe, das Entgiftungspäckchen sowie div. Zubehör) PSB Platz Spezialbehandlung PSP Persönliches Schutzpäckchen PTL Propellerturbinenluftstrahltiebwerk PV Parteivorstand PVS Persönlicher Verbandsmittelsatz (Enthält zwei Verbandspäckchen mit sterilem Verbandsmaterial und Schnellverbandspflaster) PW Panzerwerkstatt PWGL Panzerwerkstatt und -Gerätelager PwP Produktionsgenossenschaft werktätiger Pelztierzüchter PwZ Produktionsgenossenschaft werktätiger Zierfischzüchter PzBü Panzerbüchse (Z.B. die 1957 bei der NVA eingeführte RPG-2) PZ Panzerzug Pz-Brd. Panzerbrandgeschoss (14,5 mm Panzer-MG KPWT) Pz-Brd.-L-Spur Panzerbrandleuchtspurgeschoss (14,5 mm Panzer-MG KPWT) PZV Postzeitungsvetrtrieb (Vertrieb durch die Deutsche Post) R R Regulierungsposten/Regulierer (Hat die Aufgabe, die Sicherung des Verkehrs von NVA-Einheiten zu gewährleisten) R Röntgen RA Raketenabteilung RAG Regimentsartilleriegruppe Ras Regulierungsabschnitt RAW Reichsbahnausbesserungswerk RAZ Reservistenausbildungszug RB Raketenbatterie RB/AL Regiments-BA-Lager (BA für Bekleidung und Ausrüstung) RBr Raketenbrigade RBS Rundblickstation (Mobile Funkmessstation) RD Rückwärtiger Dienst, aber auch Rückwärtige Dienste Res Reserve RFB Roter Frontkämferbund (Gegründet am 31. Mai 1924) RFS rückwärtige Führungsstelle RfuASt Richtfunkaufklärungsstelle RfuR Richtfunkregiment RfuVerb Richtfunkverbindung RG Rückstoßfreies Geschütz RG-57 Reinigungsgerät 57 (Waffenreinigungsgerät für sämtliche Schützenwaffen von 7,62 mm bis 9 mm. Verpackt in grüner und - später - schwarzer Blechdose, ovale Form) RG-74 Reinigungsgerät 74 (Waffenreinigungsgerät für Schützenwaffen im Kaliber 5,45mmx39) R/h Röntgen je Stunde RGS Rückwärtiger Gefechtsstand RGW Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (Als Gegengewicht zum Marshall-Plan des Westens am 25. Januar 1949 gegründet. Die DDR wird am 29. September 1950 Mitglied des RGW) RJP Raketenjagdpanzer RLB Rohrleitungsbataillon RLN Rat für Landwirtschaft und für Nahrungsgüterindustrie RLS Richt-/Lenkschütze RML Regimentsmunitionslager RP Regulierungspunkt RPG-2 Reaktive Panzerbüchse (Die sowj. Panzerbüchse zählt zur Erstausrüstung im Jahre 1956. Sie wird 1964 von der RPG-7 abgelöst) RR Rastraum RS Richtschütze RSB Raum Spezialbehandlung RS-Boot (auch RSB) Raketen-Schnellboot RSFSR Rossiskaja Sowjetskaja Federatiwnaja Sozialistitscheskaja Respublika (Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik) Rsi Rückensicherung RSst Rückwärtige Sicherstellung RT Raketentreibstoff RTA Raketentechnische Abteilung RTB Raketentreibstoffbasis RTE Raketentransporteinheit RteB Raketentechnische Basis RT/SL Regiments-TS-Lager (TS für Treib- und Schmierstoffe) Rverl Regimentsverpflegungslager RVP Regimentsverbandsplatz RWBW Reaktiver Wasserbombenwerfer RWTL Raketen- und waffentechnisches Lager RWN Reparaturwerk Neubrandenburg S S Süden (südlich) SAG Sowjetische Aktiengesellschaft SanAB Sanitätsausbildungsbataillon SanB Sanitätsbataillon SanP Sanitätsposten SaP Sammelpunkt SAT Selbständiger Aufklärungstrupp SaZ Soldat auf Zeit SB Sowj. Besatzungszone Brandenburg (KfZ.-Zeichen während der sowj. Besatzung: SL für Sachsen, SM für Mecklenburg, SN für Sachsen-Anhalt, ST für Thüringen) SBA Schutzbekleidungsanzug (Bestandteil der Ausrüstung. Schützen die Körperoberfläche, außer Gesicht und Hände, vor radioaktiven Strahlen, chemischen Kampfstoffen und biologischen Kampfmitteln. SBA 1, einteiliger Schutzanzug, SBA 2, zweiteiliger Schutzanzug, bestehend aus einer Jacke mit angeschnittener Kapuze und einer Hose mit verlängerter Leibhöhe sowie anvulkanisierten Füßlingen. Beide Schutzanzüge bestehen aus beschichtetem Gewebe und werden in fünf Größen ausgeliefert. Ferner können Schutzstrümpfe und -Handschuhe getragen werden) SBU Schutzbekleidungsumhang (Bestandteil der Fallschirmjäger-Ausrüstung) SBZ Schalt- und Betriebszentrale SBZ Sowjetisch besetzte Zone (Mecklenburg: 15. Januar 1947. Brandenburg: 24. Juli 1947. Sachsen-Anhalt: 21. Juli 1947. Sachsen: 28. Februar 1947. Thüringen: 20. Dezember 1946.23. Juli 1952: Aufteilung der fünf Länder in 14 Bezirke mit Länderbefugnissen. 1991 erfolgt die Rückbildung. Bestätigung von Landeswappen und Fahne: Brandenburg: Januar 1991; Mecklenburg-Vorpommern: 15. Mai 1991/Fahne 29. Januar 1991; Sachsen: ohne gesetzliche Festlegung; Sachsen-Anhalt: Januar 1991; Thüringen: Wappen/Fahne 11. April 1991) SC Stabschef SC Sportclub SED Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (Gegründet am 21./22. April 1946. Auch als Vereinigungsparteitag von KPD und SPD bekannt) SERO Sekundärrohstoff (Sammelstelle für Altstoffe wie Papier, Flaschen und Gläser) SEW Sozialistische Einheitspartei Westberlins SF Sperrfeuer SFL Selbstfahrlafette SFP Selbständiger Feldposten SfS Staatsekretariat für Staatssicherheit SFW Selbständige Feldwache SH Seitenhut SiGWD Soldat im Grundwehrdienst SiStr Sicherungsstreifen SiTr Sicherungstrupp SKDA Sportkomitee der befreundeten Armeen (Am 12. März 1958 in Moskau gegründet) SKDO Straßenkommandantendienstordnung SKET Schwermaschinenkombinat „Ernst Thälmann“ (Magdeburg) SKK Sowjetische Kontrollkommission (Bezeichnung der sowj. Militärverwaltung unmittelbar nach der Staatsgründung der DDR am 7. Oktober 1949. Übernimmt die Funktionen der SMAD. Die SKK wird 1955 aufgelöst) SKp Schwere Kompanie SKS-45 Selbstladekarabiner K (Sowj. Karabiner, der zur Erstausrüstung - von 1957 bis 1961 - der NVA zählt. Anschließend nur bei Ehrenformationen) SKZL Ständige Kommission für Zivile Luftfahrt (Beschluss zur Gründung auf der XXIX. Tagung des RGW im Juni 1975. 1. Tagung am 30. September und 1. Oktober 1975 in Moskau) SLRS Schiff-Luft-Raketenstarter sm Seemeile (1 sm = 1852 Meter) SMAD Sowjetische Militäradministration in Deutschland (Militärverwaltung für die sowjetisch besetzte Zone, kurz SBZ. Seit 9. Juni 1945 in Berlin Karlshorst) sMG Schweres Maschinengewehr (Z.B sMG PK bzw. sMG PKS, beide von M.T. Kalaschnikow) SO südostwärts SoA Sowjetarmee Soz. Sozialismus Soz. Armee Sozialistische Armee SpA Spezialabteilung SPAF Sammelplatz für ausgefallene Fahrzeuge SPAT Sammelplatz für ausgefallene Technik (Hierzu gibt es das MVZ 34. S.a. MVZ) SpF Spähfahrzeug SPG Schweres Panzerabschussgerät (z.B. SPG-9) SPK Staatliche Planungskommission SpPz Spähpanzer SpRG Sperrenräumgruppe SpSi Spitzensicherung SpT Spähtrupp SPW Schützenpanzerwagen SPz Schützenpanzer SR Sammelraum SSD Staatsicherheitsdienst (Im Volksmund als Stasi bezeichnet) SSI Seitensicherung SSR Sowjetskaja Sozialistitscheskaja Respublika (Sozialistische Sowjetrepublik) SSRS Schiff-Schiff-Raketenstarter SSSR Sojus Sowjetskich Sozialistitscheskich Respublik (Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken) Sst Sicherstellung StE Selbständige Einheit stellv. stellvertretender StK Stahlkerngeschoss (7,62x39mm Patrone M43/Kalaschnikow. Hier mit Stahlkerngeschoss) StK Stabskompanie Stkfte Streitkräfte (Auch soz. Streitkräfte) StKPA Stellvertreter des Kommandeurs für Politische Arbeit StkTA Stellvertreter des Kommandeurs für technische Ausrüstung StRa Startrampe StSC Stellvertreter Stabschef STOZ Standortzug StSt Startstellung STZ Sprengtaucherzug StZF Stellvertreter des Zugführers SU Sowjetunion Su Suchoi (Typenbezeichnung für Flugzeuge des sowj. Konstrukteurs Pawel Ossipowitsch Suchoi. Geboren am 10. Juli 1895 in Glubokoje, gestorben am 15. September 1975 in Moskau) SW Schützenwaffen SW südwestlich SW Sozialistisches Wirtschaftsgebiet (S. auch unter NSW) T TA Technische Abteilung TA Technik und Ausrüstung TAFS Taktische Aufklärungsfliegerstaffel TASS Telegrafnoje Agentstwo Sowjetskowo Sojusa (Telegrafenagentur der SU) TaZ Tagungszentrum (des MfNV) TeBSt Technische Beobachtungsstelle TEG 57 Tornisterentgiftungsgerät (Dient zur vollständigen und teilweisen Entaktivierung, Entgiftung und Entseuchung von Waffen, Geräten, technischen Kampfmitteln, Ausrüstungsgegenständen, Schutzausrüstung und -bekleidung, Unterständen und anderen Deckungen sowie kleineren Geländeabschnitten. Tragbar und von einem Mann bedienbar) TeSst Technische Sicherstellung TFAS Transportfliegerausbildungsstaffel TFK Transportfliegerkräfte TG Transportfliegergeschwader TGE Topographisch-geodätische Einheit TGL Technische Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen (Zeichen für techn. Standards der DDR. Z.B. TGL 11801) THG Transporthubschraubergeschwader THs Transporthubschrauber TKdtr Transportkommandantur TKO Technische Kontroll-Organisation (Qualitätsstempel. Garantiert z. B. die Einhaltung der vorgeschriebenen Toleranzen nach DIN bzw. TGL sowie den betrieblichen Abnahmevorschriften. Z.B. TKO 31, in einem Kreis) TL Transportleiter TL Turbinenluftstrahltriebwerk TLE Taucherlehreinheit TLF Transportladefahrzeug TO Technischer Offizier TP Trigonometrischer Punkt Trapo Transportpolizei (Im Dezember 1946 auf Befehl der SMAD als Eisenbahnpolizei gegründet. 1948 Umbenennung in Transportpolizei. Auflösung am 30. September 1990) TrdLAW Truppen der Luftabwehr TrVR Truppenvorräte ts Englische Tonne (1016 Kilogramm) TS Treib- und Schmierstoffe TS Transportfliegerstaffel TS-Boot Torpedoschnellboot TSL Treib- und Schmierstofflager TT Truppenteil TT/E Truppenteil/Einheit TTW Tägliche technische Wartung TT-33 Tula-Tokarew, Modell 33 (Sowj. Selbstladepistole im Kaliber 7,62mmx25/7,62 mm Tokarew, die zur Erstausrüstung der NVA zählt) Tu Tupolew (Typenbezeichnung für Flugzeuge des sowj. Konstrukteurs Andrej Nikolajewitsch Tupolew. Geboren am 29. Oktober (10. November) 1888 in Pustomasowo, gestorben am 23. Dezember 1972 in Moskau. Konstruiert u.a. die bekannten Verkehrs-Flugzeuge Tu-134, Tu-154 sowie Tu-144) Tu Turbine TU Technische Universität (TU Karl-Marx-Stadt) TUS Technische Unteroffiziersschule „Erich Habersaath“ (Prora/Rügen. Bildungszentrum des Unteroffizierskorps. Eröffnet am 1. Dezember 1969 durch Armeegeneral Heinz Hoffmann. Seit 1. September 1975 auch Fachrichtung Militärmusik, Nachwuchs für Orchester der NVA und GT. Weitere Unteroffiziersschulen der Landstreitkräfte: Unteroffiziersschule „Paul Fröhlich“, 1. Dezember 1971, in Zwickau sowie die Unteroffiziersschule „Max Matern“, am 1. Dezember 1974. Unteroffiziersschule der LSK/LV „Harry Kuhn“, Bad Düben. Verleihung des Namens am 7. Oktober 1975. Unteroffiziersschule der Grenztruppen: Egon Schultz, Perleberg) TÜP Truppenübungsplatz TV-Kp. Transport- und Versorgungskompanie TVL Technisches Versorgungslager TVS Tagesverpflegungssatz TW Technische Wartung TW 1 Technische Wartung Nr. 1 (2-mal im Jahr vorzunehmende technische Überprüfung der SW-Baugruppen, des Zubehörs im vollständig auseinander genommenen Zustand) TW 2 Technische Wartung Nr. 2 (Wie TW-1, zusätzlich jedoch Justieren und Brünieren der Waffe in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren) TZ Ru Trainingszentrum Rudern U, Ü UAW U-Boot-Abwehr UaZ Unteroffiziersausbildungszug UAZ bzw. UAZ 469 6-sitziger Geländewagen (Auf diesem Fahrzeug kann ferner die Panzerlenkrakete, kurz PALR Fagott genannt, aber auch die schwere Panzerbüchse SPG-9 montiert werden) UdSSR Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (Gegründet am 30. Dezember 1922. Auflösung: 31. Dezember 1991. Mit 22,3 Millionen Quadratkilometern der größte Flächenstaat der Erde. Insgesamt 280 Millionen Menschen aus über 100 Nationalitäten) Uffze Unteroffiziere UGL Unterkunftsgerätelager UJ U-Boot-Jäger UKA Unterkunftsabteilung UKD Unterkunftsdienst UMF Uhren- und Maschinenfabrik Ruhla (VEB Klement Gottwald) ÜMG Überschweres Maschinengewehr (Z.B. Turmbewaffnung, 12,7 mm) ÜP Übergabepunkt UR Unterbringungsraum ÜR Übergaberaum US Unteroffiziersschüler (Auch Uffz.-Schüler bzw. UffzSchüler) USSG U-Boot-Such-Schlaggruppe USF unbewegliches Sperrfeuer ÜSSt Übersetzstelle UTP Unterrichtstag in der Produktion (Schulfach) UTV Universal-Trage-Vorrichtung (Vollkommen neue Ausrüstungsgegenstände, die nur vereinzelt ausgegeben werden, z.B. zur Truppenerprobung. Hierzu gehören FDA (mit vier aufgesetzten Jackentaschen, ohne Schulterklappen, Hose mit Gürtelschlaufen), Tragegestell,Gurtkoppel, Pistolentasche/Strichel für Makarow-Pistole [Pistole M}, Klappspaten/Strichel, Handgranatentasche/Strichel, Magazintasche/Strichel für AK-74N und NK, ZF-Tasche für MPi AK-74N) UvD Unteroffizier vom Dienst V VA Verteidigungsausschuss der Volkskammer (Seit 1964) VA Vorausabteilung VAs Vergifteter Abschnitt VBf Verladebahnhof VBK Verteidigungsbezirkskommando VBS Verband der Berufssoldaten der DDR VdgB Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (Am 20. November 1950 werden VdgB und BGH [Bürgerliche Handelsgenossenschaft] vereinigt) VE Vermessungseinheit VeAs Verseuchter Abschnitt VEB Volkseigener Betrieb (Gegründet am 30. Juli 1945. Bsp.: VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk, IFA-Kombinat für Zweiradfahrzeuge, 6000 Suhl, Postschließfach 209. S.a. FAJA) VEG Volkseigenes Gut VE-K Volkseigene Kombinate VEO Ver- und Entladeoffizier VFFT Vereinte Führungsstellen der Funktechnischen Truppen VfK Verwaltung für Koordinierung VGS Vorgeschobener Gefechtsstand VH Vorhut VHZ Vereinigte Hauptzentrale VIV Verwaltung Internationale Verbindungen Vk. Volkskorrespondent Vke Verbindungsfliegerkette VL Versorgungslager VLV Vordere Linie der Verteidigung VM Verteidigungsminister VM Volksmarine der DDR (Der Name »Volksmarine« wird den Seestreitkräften am 4. November 1960 durch den Minister für Nationale Verteidigung der DDR, Generaloberst Heinz Hoffmann, anlässlich des 42. Jahrestages des Aufstandes der Kieler Matrosen vom 3. November 1918 verliehen. Anschließend findet in den Greifswalder Bodden eine Flottenparade statt) VO Verbindungsoffizier VOB Vereinigung Organisationseigener Betriebe VOF Verbündete Ostseeflotte (im Frieden) Aber auch: Vereinte Ostseeflotte (bei Übungen, im Krieg) Vopo Volkspolizist VP Volkspolizei VP-B (auch VPB) Volkspolizei-Bereitschaft VpfL Verpflegungslager VPKrA Volkspolizeikreisamt VP-See Volkspolizei-See VR Vergifteter Raum VR Volksrepublik (Z.B. VR Polen, Ungarische VR, VR Bulgarien usw.) VRP Volksrepublik Polen VRV Vorderer Rand der Verteidigung VS Verbindungsfliegerstaffel VS Volkssolidarität VVL Vereinigung Volkseigener Lichtspieltheater VSt Verladestelle VST Vereinte Streitkräfte VVB Vereinigung Volkseigener Betriebe (Z.B. VVB Hochseefischerei) VVG Vereinigung Volkseigener Güter VVL Vereinigung Volkseigener Lichtspieltheater VVN Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes VVV Vereinigung Volkseigener Verlage W W Westen (auch westlich) WA weitere Aufgabe WaPl Warteplatz WAR Weitere Angriffsrichtung WaR Warteraum WB Wasserbombe WB Sozialistische Waffenbrüderschaft (Auch soz. WB) WBA Wohnbezirksausschuss WBAL Wasserbombenablaufbahn WBDJ Weltbund der Demokratischen Jugend (10. November 1945: Gründung in London. Die FDJ wird am 21. August 1948 aufgenommen) WBK Wehrbezirkskommando (24. Januar 1962: Einführung der Wehrpflicht in der DDR. Am 4. April 1962 erfolgt erstmals die Einberufung junger Männer zu ihrem 18-monatigen Ehrendienst) WBK Wohnungsbaukombinat WBW Wasserbombenwerfer WE Wartungseinheit WESt Wasserentnahmestelle WF Werferführer (Verantwortlich für die ständige Einsatzbereitschaft des Granatwerfers) WFSt Wechselfeuerstellung WFVT Werkstatt für Flugzeugversorgungstechnik WGS Wechselgefechtsstand WGT Westgruppe der Truppen (Bezeichnung der sowj. Truppen seit 1989. Vormals GSTD. 31. August 1994: Abzug aus dem „Beitrittsgebiet“) WGVO Wiedergutmachungsverordnung WH Wohnheim WIG Wartungs- und Instandsetzungsgruppe WK Wachkompanie WK Waffenkammer WKK Wehrkreiskommando (Rekrutierungsstelle, auch Musterungsstelle. Seit dem 24. Februar 1962. Dient gleichzeitig der ständigen Betreuung der Reservisten) WM Waffenmeister WnE Wartung nach dem Einsatz (Waffenkontrolle zur Verhütung von Hemmungen) WO Wachoffizier WPO Wohnparteiorganisation der SED WStp Wechselstützpunkt WR Wachregiment WR Wechselraum WSB Wach- und Sicherstellungsbataillon WSt Wechselstellung WStp Wechselstützpunkt WÜP Wasserübungsplatz WV Warschauer Vertrag (14. Mai 1955: In Warschau wird der „Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand“ unterzeichnet. 4. Juni 1955: Inkrafttreten des WV. 28. Januar 1956: Aufnahme der DDR als soz. Koalitionsarmee) WV Wohnungsverwaltung WWL Waffenwerkstatt und -lager Z ZA Zentralausschuss ZBE Zwischenbetriebliche Einrichtung ZBK Zugbegleitkommando ZchA Zug chemische Abwehr ZEL Zentrale Einsatzleitung ZF Zusammengefasstes Feuer ZfN Zentralstelle für Nachrichtennetze ZGK-65 Zielgerätekasten (Gerät zur Kontrolle und Ausbildung des Schützen mit Schützenwaffen. Inhalt: 10 Magnetzielspiegel, 2 optische Zielspiegel, 9 Universalzielkellen, 10 Steckscheiben für die Zielkellen, 3 Universalkorne, 1 Universaldiafragma, 1 Justierstutzen für die Panzerbüchse, 4 Infraroimitatoren mit fünf Ersatzfilterfolien) ZfSB Zentralstelle für Schaltung und Betrieb ZFSt zeitweilige Feuerstellung ZGS Zentraler Gefechtsstand ZK der SED Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands ZNA Zentraler Nachrichtenanlagenbau ZPL Zentrale Parteileitung ZR Zentralrat ZR Zentrales Rechenzentrum z. S. zur See ZSfK Zentrale Kampfgruppenschule (Z.B. ZSfK „Ernst Thälmann“ in Schmerwitz) ZSP Zugstützpunkt Z.St. Zentraler Stab ZTG-SW 2 Zieltrainingsgerät für Schützenwaffen (Auf Laserbasis) ZTL Zweistromturbinenluftstrahltriebwerk ZUR Zeitweiliger Umladeraum ZUSR Zeitweiliger Umschlagraum ZÜR zentraler Übergaberaum ZV Zivilverteidigung (11. Februar 1958: Die Volkskammer beschließt das Gesetz über den Luftschutz in der DDR [Luftschutzgesetz]. Dieser Tag gilt zugleich als Gründungstag der Zivilverteidigung [Tag der Zivilverteidigung]. Dem MdI unterstellt. 1. Juni 1976: Auf Beschluss des Nationalen Verteidigungsrates der DDR wird die Führung des Zivilschutzes dem Min. f. Nat. Verteidigung übertragen. Per „Dienstlaufbahnordnung ZV“ vom 1. November 1977 werden neue Uniformen, ähnlich denen der NVA, eingeführt. Zur Unterscheidung gegenüber der NVA wird bei Unteroffiziers- und Offiziers-Dienstgraden der Zusatz „... der ZV“ eingeführt. Ferner wird der Ärmelstreifen „Zivilverteidigung“ eingeführt. Die Anordnung tritt am 1. Januar 1978 in Kraft) ZVN Zusatzvisier für das Nachtschießen (Genaue Bezeichnung ZVN-64. Für MPi-K, MPi-KmS und MPi-KM. Das ZVN besteht aus einem Zusatzkorn und der Zusatzkimme. Auf das eigentliche Visier aufgesetzt erlaubt es das genaue Schießen auch bei Nacht) ZW Zusammenwirken ZW Zollverwaltung (Gegründet am 28. August 1952) Worterklärungen, Sammlung von spezifischen Begriffen für das Verständnis des NVA-Alltags. Es werden offizielle Ausdrücke und auch Soldaten-Slang vorgestellt. A
AA Armeeangehöriger, damit waren vor allem die unteren Dienstgrade gemeint, die ja auch die Masse der AA darstellten.
Abducken Tätigkeit, meist von Vize und EK, vergleichbar mit verpissen oder abmatten, sich unsichtbar für den Vorgesetzten machen, damit Spritzer die Arbeiten übertragen bekommen, die eigentlich für einen selber bestimmt waren
Abkotzen Jemanden zum sinnbildlichen Abkotzen bringen konnte man durch hartnäckiges Ärgern. Gründe zum Abkotzen waren u.a. Urlaubssperre, wenn die Frau Geburtstag hatte, Ausgangssperre, wenn die Käthe wartete etc. Der Soldat kotze dann ab, d.h. er ärgerte sich dann unermesslich (beispielsweise über Sonderreviere)! Jemanden zum Abkotzen bringen - dieses würde man heute mit dem neu-deutschen Wort "Mobbing" bezeichnen - nur daß derjenige, der abkotzte, sich eigentlich nie wehren konnte.
Abmatten Anderer Begriff für ungestört an der Matratze horchen, auch sich vor Aufgaben drücken und eigener Beschäftigung nachgehen
Abseilen Ähnliche Bedeutung wie Abtarnen - sich für den Vorgesetzten unsichtbar machen, andere zwecks Aufgabenübertragung vorschicken.
Abtarnen Auch sowas wie verpissen oder abmatten, auf jeden Fall sich für den Sacki unsichtbar machen, um so z.B. unangenehmen Arbeiten oder Sonderaufgaben zu entgehen.
Affenschaukel Bezeichnung für die Schützenschnur, ein Überbleibsel der Effekten und Schmuckteile der alten preußischen Uniformen. Man bekam das Ding für besonders gute Schießleistungen mit der "persönlichen Waffe", getragen wurde das Silbergeflecht vom Schulterstück bis zu einem Uniformknopf in einem leichten Bogen, deshalb "Schaukel", wer sich damit unbedingt oder aus Eitelkeit schmücken musste, trug dann die "Affenschaukel"
Agit-Prop Agitation und Propaganda, dafür gab es eine Dienststelle, verantwortliche Offiziere und Unteroffiziere. Dafür gab es Zeit für Schulungen etc. Propaganda und Agitation muß den NVA - Oberen sehr wichtig gewesen sein.
AHJ Ausbildungshalbjahr, entsprach bei Soldaten, die 18 Monate dienten, dem Diensthalbjahr, der Dienst in der NVA wurde offiziell nach Halbjahren gezählt (Winterhalbjahr/Sommerhalbjahr, siehe auch "Umstellung").
A-Kompanie Ausbildungs-Kompanie, die Neueinstellungen mussten in den ersten 6 Wochen ihres NVA-Daseins alle die Grundausbildung durchlaufen. Dazu wurden sie getrennt von den schon anwesenden, die jetzt immer die Umstellung durchführten, zu einer A-Kompanie zusammengestellt. Ein Zugführer des Bataillons war der vorübergehende KC und drei Uffz'e waren die "Zugführer" in dieser A-Kompanie.
Aktuelle Kameraden Eine andere Bezeichnung für die Nachrichtensendung im DDR-Fernsehen "Aktuelle Kamera" (AK). Die Sendung war Pflicht für alle kaserniert untergebrachten AA täglich 19:30 - 20:00 Uhr! Der UvD musste dafür sorgen, dass soviele wie möglich im Fernsehraum anwesend waren. Es war auch eine halbe Stunde Ruhepause für die sonst abends mit Revierreinigen beschäftigten Spritzer. Die beschwerten sich nämlich sonst am nächsten Morgen, dass sie nicht AK gucken durfen! (Lieber wurde jedoch auch bei der NVA die anschließend von der ARD gesendete Tagesschau gesehen, obwohl eigentlich technisch bei den NVA-Fernsehgeräten blockiert - aber man war ja findig oder kannte jemanden aus der Nachrichtenkompanie).
AküFi Abkürzungsfimmel - bei der Armee wurde, auch in der Befehlssprache, oft in Abkürzungen gesprochen, die nicht nur Eingeweihte schwer verstanden haben. Hier sind einige davon erläutert. Offizielle und auch nur unter den Soldaten gebräuchliche.
Alk Alkohol, siehe AküFi
An den Arsch fassen Es gab dieses Idiom in unterschiedlichen Fassungen, gemeint war immer dasselbe, nämlich bei einer nicht erlaubten Tätigkeit oder Handlung erwischt werden und dafür möglicherweise bestraft werden. "Denn xxx ham se ganz schön an den Arsch gefasst..." hieß dann: Den xxx haben die Vorgesetzten erwischt und bestraft.
Angstrohr Bei der UF gab es auf den Panzerschleppern der Pionierkompanie ein Luftrohr, das für Bergungsmaßnahmen vorgesehen war. Dieses maß ca.80cm im Durchmesser und paßte auf die Ladeschützenluke. Ein Soldat konnte innen herauf bzw. herunterklettern. Vor der UF wurden besonders ängstliche Soldaten mit diesem Gerät in den Fluß gefahren, um ihnen die Ungefährlichkeit der UF zu demonstrieren. (Es war auch groß genug, um darin Bierkästen vor den Augen der immer neugierigen Sackis zu verstecken, bei normalem Fahren des Schleppers lag das lange Ding oben längs drauf und hatte vorn und hinten einen stählernen Deckel, da hinein schaute kein Wachposten, wenn der Schlepper von Ausbildungsfahrten wieder in die Kaserne zurückkam.)
Anklopfen Angewohnheit der Soldaten/Uffz. vor Betreten ihrer eigenen Stuben, um darauf aufmerksam zu machen, dass keine Gefahr f. die Ufos o.ä. Gerätschaften sowie der Leute in der Stube besteht (In dienstfreier Zeit war das üblich, da dann ja auch unerlaubt Granaten geköpft wurden, das durfte kein Sacki sehen, dann gab es den Anschiß! Und Sackis klopften nicht an! Tür aufreißen ohne Klopfen bedeutete in jedem Falle Gefahr, entweder für die Leute in der Stube oder den Spritzer, der vergessen hatte zu klopfen!).
Anschiß, anscheißen Einen Anschiß konnte man von einem Vorgesetzten fangen. Das war meist unqualifiziert und laut. Wer brüllt, hört auf zu denken... Jemanden anscheißen war etwas komplett anderes. Denunzieren sagt man wohl im Amtsdeutsch dazu. Wer sich bei Vorgesetzten beliebt machen wollte (Kratzer), griff auch zu solchen Mitteln. Kleine Verfehlungen dem Spieß oder KC gemeldet, war bei den Kameraden sehr verpönt, konnte aber das Ansehen des Kratzers bei der Obrigkeit schon mal verbessern.
Anschnitt Anschnitt des Bandmaßes der EK. Die Schere wurde vom EK geführt, das Bandmaß wurde von einem ganz frisch einberufenem Spritzer oben festgehalten, unten war ein Stahlhelm angebunden, der nach dem Anschnitt des Bandmaßes laut polternd zu Boden fiel. Der Spritzer musste dazu den Stahlhelm und das Tragegestell tragen, auf dem Stahlhelm war eine brennende Kerze. Stiefel und Unterhosen komplettierten die feierliche Anzugsordnung. Die Bandmaße aller EK einer Kompanie wurden meist zu selben Zeit angeschnitten, die Vize leiteten die Zeremonie und sicherten den Bereich gegen Sackgänger ab. Wenn 30-35 EK anschnitten, gab es ein ganz gehöriges Stahlhelmprasseln! Die Spritzer mussten dann geschwinde dafür sorgen, dass alles wieder in feinster Ordnung war, wenn aufgebrachte diensthabende Offiziere den Grund des Lärmes suchten.
Antifaschistischer Schutzwall Das war die offizielle Bezeichnung der SED für die Berliner Mauer. Auch der Zaun um die Kaserne wurde manchmal spöttisch so bezeichnet, da er ja offiziell auch dazu dienen sollte, den Feind draußen zu lassen. Hauptsache war wahrscheinlich doch, die Soldaten drinnen zu halten... wie beim großen Vorbild.
Asche Andere Bezeichnung für die NVA. Wer zur Asche musste, hatte keine hohe Meinung von dieser Institution.
ASK, ASV Armeesportclub (warum "Club" mit "K" abgekürzt wurde???), Armeesportvereinigung, jeder AA war automatisch Mitglied (Mitgliedsbeitrag 1,25M/Monat) und konnte Sportstätten des ASK in der Freizeit nutzen, wenn diese am Standort vorhanden waren. (Der Armeesportverein wurde scherzhaft auch "AngelSportVerein" genannt)
Atombrot Brot in Blechbüchsen aus der "Eisernen Ration", wurde mit dem "Komplekteessen" ausgegeben, wenn die Mindesthaltbarkeit nahe am Ende war. Meist gutes Schwarzbrot oder Körnerbrot.
Atomino Da Essen- und Getränkezubereitung offiziell in der Truppenunterkunft verboten war, hatten viele Soldaten einen elektrischen Tauchsieder, um sich wenigstens jeden Tag einen richtigen Kaffee kochen zu können. Da diese wegen Feuergefahr ebenfalls verboten waren, wurden sie gern bei Stubendurchgängen von den Vorgesetzten eingezogen. Ausweg war die Schutzausrüstung. Dort gab es die Blechdeckel der Dosen für die Ersatz-Sprechmembranen für die Funker-Schutzmasken und die Schutzknöpfe zum Zusammenhalten des Jumbo. Aus diesen Utensilien wurde ein Gebilde aus zwei Platten, getrennt und isoliert sowie zusammengehalten durch den Plastikknopf hergestellt, das nun mit zwei Drähten und Bananensteckern versehen, in eine wassergefüllte NVA-Plastiktasse gestellt, dann mit 220V verbunden wurde, das Wasser in weniger als einer halben Minute zum Kochen brachte. Damit war in null komma nix der Kaffee fertig und die Utensilien verschwanden wieder, bevor jemand den Braten (-den Kaffe) roch. Das Ding war auch als "UFO" bekannt. Aber richtige, ladenneue Tauchsieder mit allen Sicherheitsmerkmalen inclusive Schutzleiter und Schukostecker wurden auch hochgezogen. Die verstießen nämlich mindestens gegen die Brandschutzbestimmungen! Aber Kaffee oder Tee wurde trotzdem gekocht. Kaffeemaschinen waren ja noch viel größer und ließen sich nicht so gut vor dem Spieß verstecken.
A+U Ausgangs- und Urlaubssperre, siehe Bestrafung
Auffrischung Klingt zwar wie Erfrischung, hiermit war allerdings nur der Ersatz abgetragener Uniformteile und Stiefel nach einer vorgeschriebenen Verwendungsdauer gemeint.
Aufkohlen Aufkohlen war die unerhörte und schwer nachzuvollziehende Tat einzelner Soldaten, die nachträglich die 3 oder mehr Jahre-Verpflichtungserklärung unterschrieben. Bei Unteroffizieren auf Zeit kam es dagegen schon öfter vor, dass diese ihre Dienstzeit freiwillig auf 10 Jahre verlängerten, bei einem ruhigen Posten, wie z.B. BA-Kammer oder Waffenmeisterei sogar zu verstehen.
Aufzug Nein - kein Fahrstuhl oder Lift. Soldaten konnten doch prima schnell Treppen steigen. Aufzug nannte man die "Schicht" bei der Wache. Alle Posten einer Ablösung, der Aufzug, zog dann, geführt vom "Aufführenden" gemeinsam los, um die Wachposten, die gerade Posten standen und deren Schicht zu Ende war, abzulösen. Das geschah dann im Gänsemarsch, der Aufführende vorneweg (in manchen Dienststellen musste der Uffz. hinter seinen Wachposten gehen, damit er sie im Auge behalten konnte, die Jungs hatten ja alle scharfe Munition in der Knarre), einer nach dem anderen wurde ausgetauscht (abgelöst) und dann kam der ganze "Aufzug" wieder zum Wachlokal zum Schlafen, Ausruhen oder zur Bereitschaft, je nach Einteilung der Drittel oder Viertel der gesamten Wache.
Augenpflege Augenpflege, auch Augen- und Rückenentspannung genannt - Abmatten, Abruhen etc.: Das ruhen und schlafen während und auch nach der Dienstzeit.
Ausbooten Ausbooten war das getarnte Verlassen des Panzers durch die Bodenluke. Wenn der Bock bis an die Kettenabdeckung im Dreck steckte war diese Übung reine Schikane, da man sich dann durchschaufeln musste, im Ernstfall hätte dies jedoch das Leben der Besatzung gerettet.
Ausführung! Als ultimatives Kommando nach dem eigentlichen Kommando, sollte zur sofortigen Ausführung des gerade vom Vorgesetzten Gesagten animieren. Wenn es Anzeichen von Verweigerung gab, wurde dieses Wort auch betont zackig, laut und forsch gesprochen. Autorität ließ sich damit jedoch auch nicht erzwingen. Nach dem dritten "Ausführung!" und bevor der Sacki rot anlief und sich dadurch gesundheitlich ernsthaft schaden konnte, machte man dann eben das, was er wollte.
Ausgang / Ausgangskarte Ausgang: Erlaubnis, die Kaserne nach Dienstschluß bis 24:00 (Soldaten) oder bis zum Dienst 07:00 früh (Uffze) zwecks Freizeit zu verlassen. Dies war natürlich nur in Uniform gestattet. Dazu war das Beantragen einer "Ausgangskarte" notwendig, Genehmigt wurde Ausgang genau wie Urlaub, durch den Kompaniechef, der Hauptfeldwebel verwaltete die Ausgangskarten. Wer ohne Ausgangskarte von einer Streife im Zivilbereich erwischt wurde, bekam mindestens eine Woche Bau! Es gab auch Uffze in Offiziers- oder Fähnrichdienststellungen, da es nie genug Doofe gab, die das als Beruf machen wollten. Die bekamen dann meist als eine kleine "Entschädigung" und weil die Dienststellung Zugführer oder Hauptfeldwebel sogar "Aussenschläfer" erlaubte, die Ausgangskarte "an den Mann", konnten also die Kaserne betreten und verlassen, wann sie wollten. Ein ganz schönes Priveleg, man konnte sich die Kommandierung in eine solche Dienststellung meist nicht aussuchen, es gab obendrein auch mehr Sold dafür. Ich kenne keinen, der es abgelehnt hatte, mal für ein DHJ Spieß oder Zugführer zu machen. Da konnte der Anschiß lauern wo er wollte, für die Ausgangskarte am Mann" tat man einiges!
Ausgangsappell / Ausgangsüberprüfung Eine im Anschluß an die "Vergatterung" der Wachdienste manchmal durchgeführte Maßnahme. Einige Sackis fühlten sich erst wohl, wenn sie ihre Scheinautorität verbreitet hatten. Es war dann ein Antreten der Ausgangskandidaten (mit gültiger Ausgangskarte) auf dem Exerzierplatz (in bester Ausgangsuniform) befohlen. Der diensthabende Offizier überprüfte dann alles, was seiner Meinung nach ein Soldat im Standortausgang haben oder darstellen musste. Die Uniform musste tadellos sein, die Schuhe mussten glänzen, ein sauberes Taschentuch musste vorgezeigt werden und bei einigen suspecten Sackis war auch der Kondom Pflichtausstattung eines Soldaten im Ausgang. War alles einwandfrei (manchmal nach mehreren Anläufen), durften alle Ausgänger das Tor nach Draußen passiern - bis morgen! Wer es nicht eilig hatte ging einfach ein oder zwei Stunden später unbehelligt durch's KDL. Ohne Überprüfung. (andere hatten dann jedoch schon 4 Glas Bier Vorsprung - aber es kam ja nicht jedem darauf an, sich sinnlos vollzusaufen!)
Außenrevier Von den Spritzern nicht beliebt, da sie es reinigen mussten. Außenrevier war die Straße, der Fußweg und die Rasenflächen um das Gebäude, in dem die Kompanie untergebracht war. Im Außenrevier landeten die leeren Granaten (siehe dort), damit die früh erscheinenden Offiziere wussten, was vom Alkoholparagraphen 30/74 so im Allgemeinen gehalten wurde. Man hätte die leeren Flaschen auch einfach im Altglas verschwinden lassen können, aber dann hätten es die Offiziere und die UvD's ja viel zu einfach gehabt.
Außenschläfer Außenschläfer waren AA, besonders Berufssoldaten (Uffz.auf Zeit und junge Offiziere), die am Standort eine Wohnung bzw. ein Zimmer im "Ledigenwohnheim" der Kaserne hatten. Diese wurden bei eventuellen Alarmen durch den Meldedienst benachrichtigt. Bedingung war, dass sie sich innerhalb von 30min vom Wohnort in die Kaserne bewegen konnten. In manchen Kasernen war das "Ledigenwohnheim" im Kasernenbereich, zum Leidwesen derer, die es betraf, denn die NVA zahlte in diesem Falle keinen Mietzuschuss. Und die Käthe mitbringen in den Kasernenbereich war auch verboten - wenn diese Zivilistin war. Ausweg: sich eine weibliche AA suchen, die gab es jedoch in der NVA nur in den Stabseinheiten (Schreibkräfte, Sekretärinnen oder Funk-Unteroffizierinnen - heißt das so?) Unter den "normalen" Uffz. oder Soldaten gab es den Status "Aussenschläfer" auch, aber nur in ganz speziellen Ausnahmefällen, z.B. bei Fahren von Kommandeuren oder ASK-Leistungssportlern.
AÜ Abschlußüberprüfung, fand zum Ende jedes AHJ statt, ein Gewaltmarsch (15km mit Sturmgepäck, davon 7km unter Schutzmaske, zum Abschluß noch die Überwindung der Sturmbahn, der letzte der Kompanie zählte für die Zeitnahme). Die echten Pflaumen auf sportlichem Gebiet wurden an diesem Tage meist vorsätzlich vom Spieß zum UvD oder Läufer eingesetzt, oder einfach krank gemeldet, damit das Gesamtergebnis stimmte!
AV Arbeitsverrichtung, Arbeitsverrichtung außer der Reihe, eine der sog. Erziehungsmaßnahmen bei kleineren Vergehen gegen die DV, siehe auch "Bestrafung" oder "BB" bzw. "B+B".
B
BA Bekleidung und Ausrüstung
BA-Kammer, BA-Kammerbulle, Kammerbulle Die BA-Kammer gehörte in den Verantwortungsbereich vom Spieß. Aber die Arbeit musste wie auch woanders so oft ein anderer bewältigen. Der BA-Kammer-Bulle. Ein dem Spieß zugeteilter Soldat, der sich schon mal in seine BA-Kammer verpissen konnte, weil ja niemand nachprüfen konnte, wie viele Handtücher oder Essensbehälter er zu zählen oder zu putzen hatte. Auch die Stapel der neu gereinigten Watteanzüge für den Winter machte die BA-Kammer für den Kammerbullen interessant, man konnte so schön ungestört darauf abmatten.
Bandmaß Außerordentlich wichtiges Utensil für den EK, ein normales textiles Schneiderbandmaß - 1 1/2m lang, jeden Tag ab dem 150en vor dem Entlassungstag wurde täglich ein cm-Stück abgeschnitten, damit die Entlassung garantiert nicht verpasst wurde, Bandmaßverlust war eines der schlimmsten Unglücke für den EK, in einigen besonders linientreuen NVA-Einheiten machten die Vorgesetzten Jagd auf Bandmaße, ein sehnsüchtiges Warten auf den Entlassungstag vertrug sich ja nicht mit dem Begriff "Ehrendienst" (deshalb hatte jeder EK mehr als nur ein Bandmaß!)
Bandmaßzeigen Eine der Genugtuungen für EK's, diese Art der "Belobigung" wurde meist Spritzern oder gern natürlich Längerdienenden zuteil. Das meist davon ausgelöste Tagedrücken war ein "Innerer Vorbeimarsch" für den Bandmaßzeigenden. Diese Tätigkeit konnte in Extremfalle auch im "Bandmaß küssen lassen" ausarten. Das Tagedrücken wurde damit ungemein verstärkt.
Bärenvotze, Bävo Bezeichnung für die NVA-Wintermütze, diese war der russischen Fellmütze nachgebildet und aus oliv-grau-grünem Webpelzmaterial gefertigt. (Es gab, wohl aus einem Versprecher geboren, auch den Ausdruck "Bärenmütze").
Batzen, Tagebatzen Siehe Tagesack
Batzenküche Siehe Sackiküche
Bau Als Bau oder Loch wurde auch der Knast bezeichnet. Auch die Höhe der Bestrafung gab man damit an "3Tage Bau".
BB oder B+B Belobigungen und Bestrafungen (siehe auch dort), es gab beim Spieß für jeden AA eine BB-Kartei, in die pingelig genau jede Art von Belobigungen und Bestrafungen während der Dienstzeit des AA eingetragen wurden. Es gab Belobigungen, die eine geringerwertige Bestrafung löschen konnten, es gab sogar die Belobigungsart "Löschen einer Strafe".
BBU Böse Bonner Ultras, allgemeiner Sprachgebrauch für die Bundeswehr, nicht im Wortsinne gebraucht, eher so wie "Freunde" für sie Sowjetsoldaten.
Befehlsausgabe Die "Befehlsausgabe" war ein Bestandteil des täglichen Dienstablaufes, der den Tagesdienstplan beendete. Es war ein Antreten der Kompanie zum Zwecke der Tagesauswertung oder der Bekanntgabe von Neuigkeiten - wenn es denn welche zu verkünden gab. Viel wichtiger für den Soldaten war die bei dieser Gelegenheit vorgenommene Verteilung der Post (Briefe wurden vom Spieß persönlich übergeben, Päckchen und Pakete mussten bei ihm abgeholt werden - natürlich wurden die kontrolliert, es durfte ja nichts verbotenes eingeschmuggelt werden - Schnaps oder verbotene "West-Propaganda" etwa!). Zur Befehlsausgabe wurden ebenfalls die Ausgangskarten verteilt an diejenigen, die es geschafft hatten, die Gunst des KC zu erlangen und Ausgang genehmigt bekommen hatten. Dienste wie UvD und Wachen wurden ebenfalls kundgetan und danach verabschiedete sich der Spieß. Danach gingen meist auch alle anderen Sackis ihrer Wege und die Kaserne wurde nach und nach ruhiger...
Bello Bezeichnung für den 10-12kg-Vorschlaghammer, ein wichtiges Werkzeug beim Beheben von kleinen "Blechschäden" am Panzer.
Belobigung Hier gibt es unterschiedliche Bedeutungen, die offizielle war die Belobigung eines AA durch den Vorgesetzten mit Sonderurlaub, Ausgang ausser der Reihe oder dem "Blick zur Waffenkammer", Streichung einer Strafe und für ganz ganz gute Leistungen auch noch ein Foto vor der entfalteten Truppenfahne. Vorzeitige Beförderungen gab es nur im Ausnahmefall, das kostete ja Geld, jeder Dienstgrad höher wurde mit ca. 100,00 Mark vergütet. Eine andere Art der Belobigung war in den Augen eines EK das Vorzeigen des Bandmaßes. Der so Belobigte durfte sich etwas darauf einbilden. Oder auch nicht. Siehe auch "Bandmaßzeigen".
Bergepanzer Panzerschlepper, der auf dem Fahrgestell des T55 als Pioniergerät ausgerüstet war, mit Seilwinde, auf die alle 600PS des Panzermotors gekoppelt werden konnten, Schiebeschild und Rammsporn,und natürlich dem Angstrohr für die UF. (-> Schlepper)
Bergfest Feier für Vize, die genau 273 Tage gedient hatten, das war dann die Hälfte des gesamten Dienstzeitraumes. Ab diesem Ereignis durfte der Vize offiziell von den EK geduldet ein Bandmaß besitzen.
Bestrafung Bestrafen ließ sich fast alles, was nicht konform mit den DV war. Strafen gab es auch viele. Ausgangsverbot und Urlaubssperre waren die gefürchtesten, Degradierung wirkte auch, z.B. bei Uffz'en, als Gefreiter gab es schon erheblich weniger Geld! Arrest in der Arrestzelle, Tadel oder Rüge waren erträglich, Arbeitsverrichtung außer der Reihe war lästig und für wirklich große Vergehen (tätlicher Angriff auf einen Vorgesetzten oder Verlust der Waffe) gab es den Staatsanwalt und den Militärknast in Schwedt.
Blick zur Waffenkammer Eine Belobigung, die kein Geld kostete, war bei der NVA der "Dank vor der Front", eine öffentliche Danksagung vor der angetretenen Kompanie. Im Sprachgebrauch der Soldaten war dies gleichzusetzen mit dem "Blick zur Waffenkammer". Sonderurlaub oder Ausgang außer der Reihe als Belobigung waren weitaus beliebter, gab's aber nicht so oft.
Bock Der Panzer, der SPW oder auch jedes andere Fahrzeug wurde von seiner Besatzung oft als "Bock" bezeichnet, z.B. "...runter vom Bock" - für Absitzen!
BV "Besonderes Vorkommnis", ein BV war z.B. eine Überschreitung der Ausgangszeit oder UE, dieses wurde fast einer Desertation gleichgesetzt und ggf. auch hart bestraft. Eine öffentliche Missbilligung "Tadel vor der Front" oder Rüge - das negative Pendant des "Blickes zur Waffenkammer" war das geringste, ein Tag Knast konnte auch schon mal dafür verhängt werden, wenn der Vorgesetzte schlechte Laune hatte oder derjenige, der das BV verbrochen hatte, ohnehin schon unbeliebt war. Einen Verweis oder Strengen Verweis gab es meist, der wurde auch in die Personalkartei eingetragen - es gab die Möglichkeit durch positive Maßnahmen (Arbeitsverrichtung ausser der Reihe oder ähnlicher Schwachsinn), diese wieder auszubügeln. Durch ein gleichwertiges positives Ereignis wurde die "Bestrafung" gelöscht. Eine weitere beliebte Strafmaßnahme war Ausgangs- und Urlaubssperre für 2 oder 4 Wochen. Sogar vor den Feiertagen wurde so eine Strafe ausgesprochen, wenn der Urlaubsschein bereits unterschrieben, aber noch nicht ausgehändigt war! Siehe auch "Bestrafung".
BW Bundeswehr im Abkürzungsjargon der Vorgesetzten, auch Gegner genannt , bei den Soldaten sagte man meist als Verballhornung dessen, was im GWW-Unterricht gelehrt wurde "BBU".
C
Club (Kompanieclub, Regimentsclub) Hochtrabender Name. Der Clubraum in der Kompanie war mit Büchern, Plattenspieler und Radio-Kassettenrecorder (ARE 160 von Stern-Radio) ausgestattet, da sollte man sich vom anstrengenden Dienst erholen können. Es gab Spiele (Schach etc.) und sogar ein paar "Clubsessel" und ovale Tische - die 50er Jahre bestanden hier fort, Rauchen war auch an besonders gekennzeichneten Tischen erlaubt. Der Regimentsclub war Kinosaal, Gaststätte (alkoholfrei) und Regimentsbibliothek. Da konnte jeder hingehen und auch mal zum Abend ein Schnitzel essen. Kinoveranstaltungen waren hier auch gut besucht, weil kostenlos. Auch große Veranstaltungen, z.B. Treffen mit Sowjetsoldaten, fanden hier statt. Und meist waren viele hier, denen kein Ausgang genehmigt wurde. Geteiltes Leid ist halbes Leid!
C und A oder C&A Bezeichnung für die Sowjetarmee oder Angehörige derselben. Die russischen Buchstaben für SowjetArmee sind in kyrillisch CA.
D
DA Dienstanzug, die normale Dienstuniform aus dem allseits bekannten olivfarbenen Wollstoff
DDR Dampf, Druck und Reviere, das war das, was jeder Spritzer an nötigsten brauchte!
Dieselpest Panzerluden hatten es immer mit Diesel zu tun. Beim Betanken, beim Reparieren und sogar beim Putzen der Panzer. Dieselkraftstoff und keine Dieselhandschuhe wie heute. Und von wegen jeden Tropfen aufwischen... Es gibt schwerere und leichtere Allergien, wie man heute weiß und damals spüren musste. Ein unerklärlicher Juckreiz und Hautrötungen, die wieder verschwanden, wenn man ein paar Wochen nichts mit dem Kraftstoff zu tun hatte. Das hieß im Soldatenjargon "Dieselpest". Gemacht wurde offiziell nicht dagegen ausser Hautcreme empfohlen oder in schweren Fällen Zinksalbe verschrieben. An den Panzer mit dem Diesel-Schmierfilm musste man deshalb doch immer wieder!
DHJ Diensthalbjahr (Soldaten hatten 3 davon, Unteroffiziere auf Zeit hatten ihrer 6 oder noch mehr)
Doppeldecker In einigen Kasernen die Bezeichnung für Berufssoldaten (Unteroffizier), die 3-jährigen Zeitsoldaten (Unteroffizier) hatten einen silberfarbenen Winkel am Ärmel, die mindestens 10 Jahre Dienenden hatten zwei davon dicht übereinander.
...draußen Draußen - das war im Zivilbereich, außerhalb der Kaserne, eine andere Welt. Wenn man mehr als 4 Wochen nicht "draußen" war, hatte man meist so richtig die Schnauze voll von der Asche. Man sprach von "draußen" meist auch wie von einem Wunderland: "Das galubt Dir draußen keiner ..." oder " das kannste draußen niemandem erzählen ..."
durchstehen Hat nur indirekt mit durchhalten oder überstehen zu tun. Wer in seinem 24-Stunden-Dienst irgenwie Scheiße gebaut hatte oder aufgefallen war, durfte es gleich noch einmal versuchen. Als Strafe und zum Lernen. 24Stunden Wache stehen, dann noch mal ohne Pause - das ist "durchstehen". Die DV erlaubte das in Ausnahmefällen, normalerweise mussten mindestens 24Stunden zwischen zwei Diensten sein. Als Bestrafung passierte das auch schon mal einem OvD oder einem OvP, als freiwilliges Durchstehen ist sowas auch bekannt, wenn Lieblinge vom Spieß sich z.B vor einer Sportüberprüfung oder einem Gewaltmarsch drücken durften, da wurden diese schon mal "versehentlich" zweimal hintereinander in den Dienstplan eingetragen.
DV Dienstvorschrift, in den verschiedenen DV's war alles genauestens aufgeschrieben, was den Dienst bei der NVA anging. Wie die Maschinenpistole bedient wird genauso, wie der Besen zum Reinigen des Fußbodens gehandhabt wird, ohne DV lief eben bei der NVA nichts - das soll aber bei der BW heute nicht anders sein.
Dunstkiepe Bezeichnung für den Stahlhelm.
E
Ehrenbezeigung Ausdruck für den militärischen Gruß, (Straffe Haltung, Blick zum Vorgesetzten und die gestreckte Hand mit aneinandergelegten Fingern in einem genau vorgeschriebenen Winkel bis zur Stirn führen ). Untergebene mussten Dienstgradhöheren diese "Ehre bezeigen". Das Grüßen wurde in den unterschiedlichen Standorten mehr oder weniger exakt durchgeführt und gefordert. Manchmal wurde "Missachtung des Vorgesetzten" auch mit Strafen belegt - Arbeitsverrichtung ausser der Reihe war dafür beliebt...
Eier schaukeln, sich ein drittes Ei wachsen lassen Diese Begriff sind ebenfalls im Zivilleben gebräuchlich. Wenn man aus lauter Langeweile nichts tut, "schaukelt man sich die Eier". Bei der NVA besonders am Wochenende üblich, da war im Allgemeinen kein Dienst und die Soldaten hatten nichts anderes zu tun als die Zeit abzusitzen. Die Forderung der Sowjetunion nach 85% ständiger Gefechtsbereitschaft der NVA bedeutete, dass 85% der NVA-Angehörigen ständig in der Kaserne sein mussten. Es gab auch Dienststellungen (Jobs) bei der Asche, bei denen man sich ganz toll die Eier schaukeln konnte, Verwalter von Lagern oder Archiven z.B., die hatten für die Arbeit Zivilangestellte (meist waren es auch 10-Ender, die zu dumm waren, einen Eimer Wasser umzuschubsen, lieber tranken sie ihn aus!)
Einstrich-Keinstrich Erstens die Bezeichnung für das modische Design des NVA-Kampfanzuges (Tarnanzug, FDA=Felddienstanzug), andererseits die Bezeichnung für diesen Anzug selber. Auch Vorgesetzte benutzten diesen Ausdruck, z.B. "Raustreten in 5 min in Einstrich-Keinstrich"
eingraben, sich Es hatte meist die gleiche Bedeutung, wenn man sagte: "Du kansst Dich eingraben" oder "Du kannst Dich warm anziehen". Beides bedeutete nichts Gutes, meist stand dann ein Anschiss eines Vorgesetzten bevor.
Eisenschwein Anderer Name für den Panzer (bei den Muckern auch der Schützenpanzer)
EK Armeeangehöriger im letzen Diensthalbjahr, "EntlassungsKandidat". Diese besondere Stellung hatte sich niemand verdient, nur "erdient". In der Hierarchie war man nun ganz oben und durfte sich ungestraft einige Sonderrechte gegenüber anderen herausnehmen. Man hatte ja schließlich selber auch als Spritzer angefangen. Die Bezeichnungen variierten, besonders die, die sich die EKs selber gaben, das fing bei einfach "E" an und hörte bei "Der große und weise E" noch lange nicht auf!
EK - Horn blasen Die Bettgestelle der Soldaten bestanden aus Stahlrohr-Profilen. Wenn die EKs abends übermütig wurden, nahmen sie die oberen, gebogenen Rohrteile der Doppelstockbetten ab und bliesen darauf keine schönen, jedoch lauten Horntöne. Das wurde natürlich in den Nachbar-Stuben und -Etagen gehört und das Getöse ging dann wie ein Lauffeuer durch die ganze Kaserne!
EK in Lauerstellung Siehe Vize
EK-Klammer, Vize-Klammer Das Bandmaß mit 150 Teilstrichen zum Herunterzählen der letzten Tage wurde in einer sogenannten EK-Klammer am Schlüsselbund getragen, damit es sich in der Hosentasche nicht abwickelte. Nur die letzten 15 cm wurden "offen" getragen. Die Klammern gab es in verschiedenen Farben um die Griffe der Benzinkanister, damit diese im Eifer des Gefechtes nicht verwechselt werden konnten. Die Vize trugen probehalber schon mal die leere Klammer. Ein Vize durfte erst ein Bandmaß besitzen, wenn die EK ihres "offen" trugen. Sonst konnte es ihnen von diesen weggenommen werden! Bei Unteroffizieren auf Zeit (3Jahre) wurden Vize und EK-Sitten toleriert, besonders in Einheiten mit hohem Anteil an Unteroffizieren (Panzerbesatzungen), bei Berufssoldaten jedoch meist nicht! (diese trauten sich auch meist nicht, das Bandmaß irgendwo außerhalb ihres Kreises zu zeigen!)
EK-Kugel, EK-Kugel rollen Die EK-Kugel war meist die 50kg-Hantel vom Sportplatz (die mit den beiden Kugelrunden Gewichten an jedem Ende) oder eine einfache Kegelkugel, wenn die Kaserne auch eine eigene Kegelbahn hatte. Die Kugel wurde über den langen, meist gefliesten Kasernenflur gerollt, das war dann im ganzen Hause zu hören. Grund: Übermut und Freude der EK, dass der Unfug Wehrdienst in absehbarer Zeit vorbei ist und Beweis, dass verbotene Sachen doch immer wieder gemacht werden. Dieser Unfug war streng verboten und wurde meist veranstaltet, wenn auch noch Offiziere im Hause waren. Man konnte meist nicht lokalisieren, auf welcher Etage gerollt wurde!
EK Schießen Bei Schießtrainings bekamen meist die EK's (weil die besten und verantwortungsvollsten Soldaten) die übrigen Patronen zum Verschießen. Meist mit viel Leuchtspurmunition, damit es so richtig Spaß machte, dann wurde diese Veranstaltung auch "Feuerwerk" genannt (Munition für Handfeuerwaffen zurückbringen vom Schießplatz in die Kaserne war für den Spieß mit Zählen, Rückrechnen, Bestätigen durch einen Zeugen, Einschließen und Versiegeln verbunden - so viel Arbeit wurde nicht gemacht, die Arbeit mit dem Waffenreinigen hatten dann ja die EK's , die die Ballerei veranstalten wollten!)
EK's - wo seid Ihr? Um das Tagedrücken, was auch den EK manchmal befiel, wenn er sein Bandmaß zu lange betrachtete, also den täglichen Frust zu lindern, konnte man so laut es ging abends aus dem Fenster brüllen: "EK's - wo seid Ihr?" und hörte dann ein lautes Antwortbrüllen vieler Soldatenkehlen "HIIIIIIER!". War die Antwort nach der ersten Frage nicht laut genug oder antwortete gar nur einer oder zwei, wurde der Ruf wiederholt, so lange, bis ein Chor laut und unüberhörbar antwortete, wo überall die EK's noch ausharren mussten! Wehe, wenn sich ein Spritzer oder Vize an der Antwort beteiligte! Das war übelste EK-Beleidigung und wurde meist geahndet, z.B. mit Sonderrevieren!
EK - Taxi EK-Beförderungsmittel: Wollte ein EK fernsehen, musste er in den Fernsehraum. Da Laufen so kurz vor der Entlassung sehr gefährlich sein konnte, musste er fahren. Auf den Ausruf "EK-TAXI!" kamen drei Spritzer mit einem auf einer Armeedecke stehenden Sessel. Der E setzte sich und die Spritzer (zwei zogen, einer schob) fuhren ihn zum Fernsehraum. Nach dem Fernsehabend wurden die EK's, nach entsprechendem Ruf, wieder abgeholt.
EK-Tuch Ein buntes Halstuch mit Abbildungen aller Wa |